Der Über­schul­dungs­tat­be­stand gem. § 19 InsO wird von Kri­ti­kern als unprak­ti­ka­bel erach­tet, teils wird sogar für sei­ne Abschaf­fung plä­diert. Dies nicht zuletzt, weil in der Pra­xis Insol­venz­an­trä­ge in über­wie­gen­dem Maße auf die Zah­lungs­un­fä­hig­keit gem. § 17 InsO und kaum auf eine Über­schul­dung gestützt wer­den. Trotz der Kom­ple­xi­tät einer Über­schul­dungs­prü­fung und mög­li­cher Miss­brauchs­ge­fah­ren ist die Prü­fung jedoch ein wert­vol­les Kri­sen­früh­erken­nungs­tool. Der vor­lie­gen­de Bei­trag zeigt ihre Fall­stri­cke auf.

Das Ziel des Gesetz­ge­bers, durch die Ein­füh­rung des Über­schul­dungs­be­griffs in die InsO regel­mä­ßig recht­zei­ti­ge Insol­venz­an­trä­ge und somit früh­zei­tig Sanie­run­gen unter Insol­venz­schutz zu ermög­li­chen, scheint bis­her nicht voll­ends erreicht. Nach wie vor wird die über­wie­gen­de Anzahl der Insol­venz­an­trä­ge fast aus­schließ­lich bei vor­lie­gen­der Zah­lungs­un­fä­hig­keit, d. h. in einem sehr spä­ten Kri­sen­sta­di­um gestellt. Eine Sanie­rung in der Insol­venz wird wegen des fort­ge­schrit­te­nen Wer­te­ver­zehrs erheb­lich erschwert.

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