Die Insol­venz des Zwi­schen­buch­händ­lers KNV kann für Ver­la­ge exis­tenz­be­dro­hend werden:

  • Die Rech­nun­gen für das zurück­lie­gen­de Weihnachts­geschäft sind noch offen.
  • Selbst klei­ne­re Ver­la­ge sit­zen auf For­de­run­gen von bis zu 100.000 Euro.
  • Die Unter­neh­men müs­sen neben den ope­ra­ti­ven Maß­nah­men die gesetz­li­chen Leit­li­ni­en in Zei­ten der Unter­neh­mens­kri­se im Blick behal­ten, denn es könn­te die eige­ne Insol­venz bevorstehen.

Was zu prü­fen ist und wie die­se Situa­ti­on per­spek­ti­visch gelöst wer­den kann, erläu­tert auf buchreport.de Jasper Stahl­schmidt, Fach­an­walt für Insol­venz­recht in der Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp,  die Ver­la­ge und Dienst­leis­ter bei der Durch­set­zung ihrer Ansprü­che im Insol­venz­ver­fah­ren der KNV-Grup­­pe ver­tritt. buch­re­port hat­te auch eine ers­te Hand­rei­chung von Stahl­schmidt („Was Ver­la­ge jetzt tun kön­nen“) auf buchreport.de ver­öf­fent­licht, die vie­le Tau­send Mal auf­ge­ru­fen wurde.

Sanie­rung unter Insol­venz­schutz: Eine effek­ti­ve Alter­na­tiv­rou­te aus der Unternehmenskrise

Grund­sätz­lich muss jeder Unter­neh­mer lau­fend prü­fen, ob die Gesell­schaft zahlungs­un­fähig oder über­schul­det ist. Bei­des löst eine Insol­venz­an­trags­pflicht aus. Wird dage­gen ver­sto­ßen, dro­hen dem Geschäfts­füh­rer straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen, aber auch ganz erheb­li­che Haf­tungs­ri­si­ken über das Privatvermögen.

Antrags­pflich­ten regel­mä­ßig prüfen

Bei der Zah­lungs­un­fä­hig­keit ist das Unter­neh­men nicht mehr in der Lage, die Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen zu erfül­len. Schwie­ri­ger wird es bei der Über­schul­dungs­prü­fung. Eine insol­venz­recht­li­che Über­schul­dung liegt dann vor, wenn die Ver­bind­lich­kei­ten das Ver­mö­gen der Gesell­schaft über­stei­gen. Es ist damit zu rech­nen, dass vie­le Buch­ver­la­ge durch den Aus­fall der Weih­nachts­ge­schäfts­zah­lun­gen über­schul­det sind, denn die Ver­bind­lich­kei­ten sind zu den nied­ri­ge­ren Liqui­da­ti­ons­wer­ten anzu­set­zen, die oft den Unter­neh­mern gar nicht bekannt sind. Kann das Unter­neh­men dage­gen eine posi­ti­ve Fort­be­stehens­pro­gno­se für das lau­fen­de und fol­gen­de Geschäfts­jahr vor­wei­sen, ist eine Über­schul­dungs­prü­fung überflüssig.

Gera­de die Ver­la­ge sind nun gefor­dert. Sie soll­ten schnellst­mög­lich ermit­teln, ob die nöti­ge Liqui­di­tät noch vor­han­den ist, um den Betrieb unver­än­dert fort­zu­füh­ren, oder ob eine Umstruk­tu­rie­rung der bis­he­ri­gen Finan­zie­rung erfor­der­lich wird. Für die Fort­be­stehens­pro­gno­se gibt es kein Grund­ge­rüst, des­halb soll­ten Geschäfts­füh­rer sich pro­fes­sio­nell bera­ten las­sen, auch um das eige­ne Haf­tungs­ri­si­ko zu minimieren.

Den kom­plet­ten Arti­kel auf buchreport.de: Für den Fall der Fäl­le: Sanie­rung unter Insolvenzschutz

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