Hagen, 20. Juni 2013. Bei der Sanie­rung des Inge­­nieur-Bau­­un­­­ter­­neh­­mens Friedr. Remp­ke GmbH & Co.KG wur­de vor dem Insol­venz­ge­richt Hagen eine ent­schei­den­de Hür­de erfolg­reich genom­men. Die Gläu­bi­ger stimm­ten mit gro­ßer Mehr­heit bei dem vom Amts­ge­richt anbe­raum­ten Abstim­mungs­ter­min dem von der Unter­neh­mens­lei­tung vor­ge­leg­ten Insol­venz­plan zu. Gleich­zei­tig wur­de der Insol­venz­plan durch das Gericht bestä­tigt. Die Geschäfts­füh­rung der Friedr. Remp­ke GmbH & Co.KG hat­te am 28. Sep­tem­ber 2012 den Antrag auf Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens (in vorl. Eigen­ver­wal­tung) gestellt. Das Ver­fah­ren wur­de am 29. Novem­ber 2012 vom zustän­di­gen Insol­venz­ge­richt Hagen eröffnet.

„Wir sind froh und zufrie­den, von unse­ren Gläu­bi­gern nun­mehr die Chan­ce für einen Neu­start bekom­men zu haben“, so der Geschäfts­füh­rer Wal­ter Schmid, „gleich­zei­tig bedan­ken wir uns bei unse­ren Mit­ar­bei­tern, aber auch Kun­den und Bau­part­nern, die uns in den letz­ten Mona­ten unter­stützt haben.“ Bau­in­sol­ven­zen gel­ten für das betrof­fe­ne Unter­neh­men als beson­ders schwie­rig, da die Bau­herrn über Son­der­kün­di­gungs­rech­te nach der Antrag­stel­lung oder nach der Eröff­nung verfügen.

„Dass wir nun­mehr knapp neun Mona­te nach der Antrag­stel­lung so weit sind, zeigt die häu­fig unter­schätz­ten Mög­lich­kei­ten des seit März 2012 gel­ten­den Insol­venz­rechts“, so Prof. Dr. Jochen Vogel, zustän­di­ger Part­ner bei Bucha­lik Bröm­me­kamp, der mit sei­nem Team das Unter­neh­men seit knapp elf Mona­ten beglei­tet. „Wesent­lich für das jetzt erreich­te war auch die stets pro­fes­sio­nel­le und kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit mit dem Sach­wal­ter, Rechts­an­walt Ste­phan Michels, und sei­nem Team sowie dem Insol­venz­ge­richt Hagen“, ergänzt Vogel.

Die Fol­gen des Kri­sen­jah­res 2009, der lan­ge und schwe­re Win­ter 2010 aber auch der zuneh­men­de regio­na­le Wett­be­werbs­druck in der Bau­bran­che hat­ten das Unter­neh­men schlei­chend in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten gebracht. Das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men will sich ver­stärkt auf Indus­trie­bau­ten, wie Pro­duk­ti­ons­ge­bäu­de, Lager­stät­ten, Hal­­len- und Maschi­­nen-Fun­­­da­­men­­te, sowie auf den kon­struk­ti­ven Inge­nieur­bau (Brü­cken, Stütz­wän­de) konzentrieren.

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