• Geschäfts­be­trieb läuft voll­um­fäng­lich weiter

 

Bad Oldes­loe. 4. Febru­ar 2016. Das Amts­ge­richt Rein­bek hat dem Antrag der Bock­woldt GmbH & Co. KG vom 29. Janu­ar 2016 auf Ein­lei­tung eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens statt­ge­ge­ben. Wei­ter­hin bestell­te es Bert­hold Brink­mann von der Ham­bur­ger Kanz­lei Brink­man & Part­ner zum vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter. Der Getrie­be­her­stel­ler Bock­woldt wird in dem Ver­fah­ren vom Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf juris­tisch und betriebs­wirt­schaft­lich beglei­tet. Zusätz­lich berät der Restruk­tu­rie­rungs­ex­per­te Dirk Eichel­baum (Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp) die Geschäfts­füh­rung in dem Verfahren.

Bock­woldt ent­wi­ckelt und pro­du­ziert Getrie­be und Getrie­be­mo­to­ren sowie elek­tro­ni­sche Steue­run­gen. Das vor über 100 Jah­ren gegrün­de­te Fami­li­en­un­ter­neh­men beschäf­tigt am Stamm­sitz in Bad Oldes­loe rund 50 Mit­ar­bei­ter, die in einer Betriebs­ver­samm­lung über das Ver­fah­ren infor­miert wor­den sind. Die Löh­ne und Gehäl­ter sind bis ein­schließ­lich März gesichert.

Hin­ter­grund der wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge ist die Insol­venz eines Lie­fe­ran­ten. Dadurch erhielt Bock­woldt kei­ne Vor­pro­duk­te mehr und muss­te die eige­ne Pro­duk­ti­on zurück fah­ren. Die dar­aus ent­stan­de­nen Umsatz­ein­brü­che konn­ten durch Kos­ten­ein­spa­run­gen nicht kom­pen­siert wer­den. „Die Ursa­che liegt in der Plei­te eines Lie­fe­ran­ten. Auch wenn das nicht unse­re Schuld ist, müs­sen wir trotz­dem alle Kon­se­quen­zen tra­gen. Es geht jetzt dar­um, den Betrieb als Gan­zes auf­recht zu erhal­ten und die Arbeits­plät­ze zu sichern“, begrün­det Geschäfts­füh­rer Carl-Mich­a­el Bock­woldt die Ent­schei­dung für das Eigenverwaltungsverfahren.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutzt Bock­woldt die seit dem 1. März 2012 gel­ten­den neu­en Mög­lich­kei­ten einer Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. Dabei erstellt das Unter­neh­men unter Auf­sicht eines Sach­wal­ters einen Sanie­rungs­plan, in dem die Ent­schul­dung und nach­hal­ti­ge Fort­füh­rung des Unter­neh­mens auf­ge­zeigt wird und dem die Gläu­bi­ger zustim­men müs­sen. „Die Eigen­ver­wal­tung ist der rich­ti­ge Weg für das Unter­neh­men, um die Sanie­rung im Inter­es­se aller Betei­lig­ten schnell und erfolg­reich umzu­set­zen“, erklärt Sanie­rungs­ex­per­te Dirk Eichel­baum. In den nächs­ten Wochen wird das Unter­neh­men zusam­men mit dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp ein Sanie­rungs­kon­zept erar­bei­ten und umsetzen.

Der Geschäfts­be­trieb des Unter­neh­mens wird voll­um­fäng­lich fort­ge­führt. „Wich­tig ist es jetzt, die Lie­fe­ran­ten und Kun­den für die Fort­füh­rung zu gewin­nen. Dar­über hin­aus sind die Mit­ar­bei­ter moti­viert“, erklärt Sach­wal­ter Bert­hold Brinkmann.

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