• Geschäfts­be­trieb läuft unein­ge­schränkt weiter

Kösching/Ingolstadt. 5. März 2019. Die Gre­mod GmbH will sich durch ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren sanie­ren und wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­stel­len. Einem ent­spre­chen­den Antrag der Geschäfts­füh­rung hat das Amts­ge­richt Ingol­stadt zuge­stimmt. „Mit der Eigen­ver­wal­tung ver­fol­gen wir das Ziel, das Unter­neh­men fort­zu­füh­ren und nach­hal­tig zu sanie­ren. Des­halb lau­fen der Geschäfts­be­trieb und die Pro­duk­ti­on wei­ter wie bis­her“, erklärt Geschäfts­füh­rer Alex­an­der Gre­be. Mit dem Ver­fah­ren nutzt das Unter­neh­men die Chan­ce, die der Gesetz­ge­ber mit dem ESUG (Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men) vor sie­ben Jah­ren geschaf­fen hat, damit sich Unter­neh­men in schwie­ri­gen Situa­tio­nen wie­der neu auf­stel­len kön­nen. Die Unter­neh­mens­lei­tung bleibt in der Eigen­ver­wal­tungwei­ter­hin im Amt und wird die Sanie­rung selbst­stän­dig durchführen.

In dem Ver­fah­ren wird der Modell­bau­er Gre­mod vom Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp beglei­tet. Die Düs­sel­dor­fer Bera­tung wird Gre­mod in recht­li­chen Belan­gen des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens beglei­ten und die betriebs­wirt­schaft­li­che sowie ope­ra­ti­ve Restruk­tu­rie­rung durch­füh­ren. Neben der Erstel­lung des Sanie­rungs­kon­zep­tes wird die Unter­neh­mens­lei­tung durch den Sanie­rungs­ex­per­ten Dirk Eichel­baum beglei­tet. „Gre­mod hat enor­mes Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al, des­halb ist die Eigen­ver­wal­tung der rich­ti­ge Weg für das Unter­neh­men, um die Sanie­rung im Inter­es­se aller Betei­lig­ten schnell und erfolg­reich umzu­set­zen“, erklärt Rechts­an­walt Eichelbaum.

Die Modell­bau­er betreibt eine Ent­­­wick­­lungs- und Pro­duk­ti­ons­stät­te in Kösching, erwirt­schaf­te­te im ver­gan­ge­nen Jahr einen Umsatz von rund 2,5 Mio. Euro und beschäf­tigt über 30 Mit­ar­bei­ter. Das Unter­neh­men stellt ver­schie­dens­te Model­le und Pro­to­ty­pen für die Kunst­­­stoff- und Auto­mo­bil­in­dus­trie sowie für den Maschi­nen­bau her. In den letz­ten Jah­ren spe­zia­li­sier­te sich Gre­mod zudem auf Beleuch­tungs­kon­zep­te für die Automobilindustrie.

Die Mit­ar­bei­ter wur­den in einer Betriebs­ver­samm­lung über den Antrag infor­miert. Die Löh­ne und Gehäl­ter der Mit­ar­bei­ter sind für drei Mona­te über das Insol­venz­geld abge­si­chert. Danach über­nimmt das Unter­neh­men wie­der die Zahlung.

Hin­ter­grün­de der wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge des vor acht Jah­ren gegrün­de­ten Unter­neh­mens sind der Aus­fall einer Pro­duk­ti­ons­ma­schi­ne, ein Umsatz­rück­gang durch die Die­sel­kri­se und die Unter­aus­las­tung im 3D-Druck­­b­­reich. Das Unter­neh­men hat sich des­halb zur Sanie­rung in Eigen­ver­wal­tung ent­schie­den. „Auf­grund des Maschi­nen­aus­falls muss­ten wir einen Auf­trag kom­plett fremd­ver­ge­ben. Das hat zu erheb­li­chen Ver­lus­ten geführt. Eben­so wird die 3D-Druck­­tech­­nik von Unter­neh­men noch nicht so stark genutzt. Wir wer­den das Ver­fah­ren nun nut­zen, um unse­re Kos­ten an die ver­rin­ger­ten Umsät­ze anzu­pas­sen, den Pro­duk­ti­ons­pro­zess zu ver­schlan­ken und Gre­mod wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­zu­stel­len“, so Geschäfts­füh­rer Gre­be. Zusam­men mit dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp wird das Unter­neh­men ein Sanie­rungs­kon­zept erar­bei­ten und zeit­nah umset­zen. Dem Kon­zept müs­sen die Gläu­bi­ger dann zustimmen.

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