Im Fall von EN Sto­rage lei­tet der Insol­venz­ver­wal­ter gera­de Mus­ter­kla­gen ein, die bei ent­spre­chen­dem Aus­gang tau­sen­den Anle­gern dro­hen. Rechts­an­walt Sascha Borow­ski von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp beant­wor­tet dazu die Fragen:

Im Fall von EN Sto­rage wer­den ers­te Mus­ter­ver­fah­ren auf Rück­zah­lung erhal­te­ner Zah­lun­gen geführt. Wie soll­ten sich Anle­ger nun verhalten?

Wel­che Mög­lich­kei­ten sehen Sie, dass Anfech­tungs­an­sprü­che abge­wehrt wer­den können? 

Gibt es die Mög­lich­keit, wenigs­tens im Ver­hand­lungs­we­ge nur einen Teil des Anfech­tungs­be­tra­ges bezah­len zu müssen? 

Loipfinger’s Mei­nung. Laut Sascha Borow­ski müs­sen alle Käu­fer von Sto­ra­ge-Sys­­te­­men mit Rück­zah­lun­gen rech­nen. Ein Insol­venz­ver­wal­ter wür­de sich scha­dens­er­satz­pflich­tig machen, wenn er die­se zu Guns­ten ande­rer Gläu­bi­ger nicht durch­setzt. Des­halb ist über die bis­he­ri­gen Mus­ter­ver­fah­ren hin­aus mit wei­te­ren Rück­for­de­run­gen zu rech­nen. Für die Gläu­bi­ger ist das alles eine gro­ße Umver­tei­lung. Die Mas­se wird erhöht und nach Abzug aller Kos­ten neu ver­teilt. Man­che Anle­ger gewin­nen, man­che Anle­ger ver­lie­ren bei dem Umver­tei­lungs­pro­zess. Für den Insol­venz­ver­wal­ter ist es viel Arbeit und bringt erheb­li­chen Gebüh­ren­ein­nah­men. Auch das ist ein Grund, war­um bei sol­chen Insol­venz­ver­fah­ren zukünf­tig im Zwei­fel eher mit Anfech­tun­gen zu rech­nen ist.

Das Inter­view mit Sascha Borowski.

Der Arti­kel “Anfech­tung im Mil­lio­nen­hö­he” von Ste­fan Loip­fin­ger zum Interview

 

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