• Arbeits­plät­ze blei­ben erhalten

Hal­ver, 2. Sep­tem­ber 2014. Die Jung, Bou­cke GmbH & Co., Hal­ver, will sich durch ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren sanie­ren. Das Amts­ge­richt Hagen hat den ent­spre­chen­den Anträ­gen des Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rers ent­spro­chen und eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. In der Eigen­ver­wal­tung bleibt Geschäfts­füh­rer Hans Ulrich Volz wei­ter­hin im Amt und kann die Geschi­cke des Unter­neh­mens unter Auf­sicht des Gerich­tes und eines Sach­wal­ters wei­ter len­ken. Als Sach­wal­ter bestell­te das Hage­ner Amts­ge­richt den Bochu­mer Rechts­an­walt Dr. Mar­kus Wischemey­er (Kanz­lei White & Case Insol­venz GbR). Wei­ter­hin wird Wirt­schafts­ju­rist Nils Aver­beck (Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp) als Restruk­tu­rie­rungs­ge­schäfts­füh­rer die Unter­neh­mens­lei­tung unter­stüt­zen. Wäh­rend des Ver­fah­rens läuft die Pro­duk­ti­on und Logis­tik unver­min­dert wei­ter. Jung, Bou­cke belie­fert schwer­punkt­mä­ßig Kun­den aus der Auto­mo­bil­in­dus­trie und dem Anla­gen­bau. Das Unter­neh­men wird nun in den nächs­ten Wochen mit der auf Sanie­rung spe­zia­li­sier­ten Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp ein trag­fä­hi­ges Kon­zept erar­bei­ten, in dem die Maß­nah­men zur Fort­füh­rung des Unter­neh­mens dar­ge­stellt sind. Dem Kon­zept müs­sen dann die Gläu­bi­ger zustim­men, spä­ter wird es vom Amts­ge­richt bestä­tigt. Im Rah­men einer Betriebs­ver­samm­lung wur­den die 215 Mit­ar­bei­ter über die aktu­el­le Ent­wick­lung infor­miert. Löh­ne und Gehäl­ter sind in den ers­ten drei Mona­ten des Ver­fah­rens über das Insol­venz­geld abge­si­chert. Ein Arbeits­platz­ab­bau ist der­zeit nicht geplant. Ins­be­son­de­re die poli­ti­sche Kri­se zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne sowie der wirt­schaft­li­che Abschwung in Bra­si­li­en haben zu einem uner­war­te­ten Umsatz­rück­gang geführt. „Die Auf­trä­ge aus die­sen Län­dern wur­den zwar bei uns plat­ziert, jedoch sind sie auf­grund der Kri­sen weit nach hin­ten ver­scho­ben wor­den“, erklärt der geschäfts­füh­ren­de Gesell­schaf­ter Hans Ulrich Volz die Situa­ti­on. Zudem belas­ten die Rück­füh­rungs­quo­ten aus dem Insol­venz­ver­fah­ren in 2011 das Unter­neh­men. „Die Zah­lun­gen wur­den sehr opti­mis­tisch geplant, damit wir die Gläu­bi­ger schnell befrie­di­gen konn­ten. Aus heu­ti­ger Sicht fehlt uns die­se Liqui­di­tät, um in not­wen­di­ge Maschi­nen und Mate­ria­li­en inves­tie­ren zu kön­nen“, ergänzt Volz. Mit dem Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren nutzt Jung, Bou­cke eine neue Mög­lich­keit der Insol­venz­ord­nung, die erst seit 2012 genutzt wer­den kann. Das Unter­neh­men habe sich letzt­lich für die Eigen­ver­wal­tung ent­schie­den, weil das Ver­fah­ren die bes­ten Instru­men­te bie­te, die ein­ge­lei­te­te Sanie­rung im Inter­es­se aller Sta­ke­hol­der schnell und erfolg­reich umzu­set­zen. „Damit kön­nen wir Jung, Bou­cke wie­der auf wirt­schaft­lich gesun­de Füße stel­len“, so Volz. Auch Sach­wal­ter Dr. Mar­kus Wischemey­er hat sich im Unter­neh­men einen Über­blick ver­schafft: „Ich bin zuver­sicht­lich, dass Jung, Bou­cke die Sanie­rung unter Insol­venz­schutz erfolg­reich durch­führt und somit wei­ter bestehen bleibt. Die vol­len Auf­trags­bü­cher unter­stüt­zen mei­nen Eindruck.“

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