KL-Meg­­la nutzt Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren zur Sanierung

  • Geschäfts­be­trieb läuft unein­ge­schränkt weiter

Eitorf. 3. Juni 2019. Peter Rei­ne­cke und sein Sohn Rafa­el David Rei­ne­cke, bei­de Geschäfts­füh­rer der KL Meg­la GmbH in Eitorf, wol­len ihr über 100-jäh­­ri­­ges Fami­li­en­un­ter­neh­men durch ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren sanie­ren und wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­stel­len. Einem ent­spre­chen­den Antrag des Unter­neh­mens hat das Amts­ge­richt Bonn zuge­stimmt. „Mit der Eigen­ver­wal­tung ver­fol­gen wir das Ziel, KL Meg­la fort­zu­füh­ren und nach­hal­tig zu sanie­ren. Des­halb lau­fen alle Pro­jek­te und der Geschäfts­be­trieb unein­ge­schränkt wei­ter wie bis­her“, erklärt Peter Rei­ne­cke, der nach dem Aus­schei­den von Jörg Log­gen Ende März 2019 das Unter­neh­men als allei­ni­ger Gesell­schaf­ter führt. Die 63 Mit­ar­bei­ter wur­den bereits über die aktu­el­le Ent­wick­lung infor­miert. Löh­ne und Gehäl­ter sind in den ers­ten drei Mona­ten des Ver­fah­rens über das Insol­venz­geld abgesichert.

Mit dem Ver­fah­ren nutzt das Unter­neh­men nun die Chan­ce, die der Gesetz­ge­ber mit dem ESUG (Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men) vor sie­ben Jah­ren geschaf­fen hat. Durch die Eigen­ver­wal­tung kön­nen sich Unter­neh­men in schwie­ri­gen Situa­tio­nen wie­der neu auf­stel­len. Die Unter­neh­mens­lei­tung bleibt in der Eigen­ver­wal­tung wei­ter­hin im Amt und wird die Sanie­rung unter Auf­sicht des Gerichts und eines Sach­wal­ters selbst­stän­dig durch­füh­ren. Als vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter bestell­te das Bon­ner Amts­ge­richt Rechts­an­walt Dirk Ober­mül­ler, Part­ner der über­re­gio­nal täti­gen Wirt­schafts­kanz­lei dhpg aus Bonn.

In dem Ver­fah­ren wird KL Meg­la von der Wirt­schafts­kanz­lei und Unter­neh­mens­be­ra­tung Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf beglei­tet, mit deren Unter­stüt­zung in den nächs­ten Wochen ein Sanie­rungs­kon­zept erar­bei­tet wird. Die­ses Kon­zept mün­det spä­ter in einen Insol­venz­plan, in dem die Ent­schul­dung und nach­hal­ti­ge Fort­füh­rung des Unter­neh­mens auf­ge­zeigt wird. Dem Plan müs­sen die Gläu­bi­ger zustim­men. Danach wird er vom Amts­ge­richt Bonn bestätigt.

KL Meg­la ent­stammt eines bereits 1917 gegrün­de­ten Glas­­tech­­nik-Unter­­neh­­mens und wird noch heu­te fami­li­är geführt. Inzwi­schen ent­wi­ckel­te es sich im Lau­fe der Jah­re zu einem inter­na­tio­nal gefrag­ten Her­stel­ler von Metall-Glas­­sys­­te­­men. Neben hoch­wer­ti­gen Metall­sys­te­men für Türen, wie bei­spiels­wei­se Glas­dusch­tü­ren, fer­tigt das Unter­neh­men auch strom- und signal­füh­ren­de Beschläge.

„Im Rah­men der Pla­nin­sol­venz wird KL Meg­la ertrags- und liqui­di­täts­mä­ßig wie­der gestärkt, um auch wei­ter­hin als inter­es­san­ter und zuver­läs­si­ger Part­ner für Kun­den und Lie­fe­ran­ten im Glas­tech­nik­sek­tor agie­ren zu kön­nen“, blickt Sanie­rungs­ex­per­te Dr. Utz Bröm­me­kamp (Bucha­lik Bröm­me­kamp) zuver­sicht­lich in die Zukunft.

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