• Ver­fah­ren hat kei­ne Aus­wir­kun­gen auf lau­fen­de und künf­ti­ge Projekte

Düs­sel­dorf. 6. Janu­ar 2017. Die Düs­sel­dor­fer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­agen­tur For­ce Com­mu­ni­ca­ti­ons & Media GmbH erreicht plan­mä­ßig den nächs­ten Schritt für eine erfolg­rei­che Sanie­rung. Das Düs­sel­dor­fer Amts­ge­richt eröff­ne­te das Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen von For­ce und hat zugleich die Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. Mit der Eröff­nung sieht auch das Gericht gute Chan­cen für eine Sanie­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­agen­tur. Nun kön­nen die Sanie­rungs­maß­nah­men zum Erhalt des Unter­neh­mens durch die Geschäfts­füh­rer Tors­ten Kus­ma­now und Micha­el Berg­mann wei­ter umge­setzt wer­den. Der Geschäfts­be­trieb läuft unein­ge­schränkt und unver­än­dert wei­ter. Lau­fen­de und künf­ti­ge Pro­jek­te wer­den ter­min­ge­recht fer­tig­ge­stellt. „Auch unse­re Ver­triebs­of­fen­si­ve trägt ers­te Früch­te. Aktu­ell konn­ten ver­schie­de­ne Man­da­te gewon­nen wer­den“, erklärt Geschäfts­füh­rer Kus­ma­now. Wegen dro­hen­der Zah­lungs­un­fä­hig­keit hat­te das Unter­neh­men sehr früh­zei­tig den ent­spre­chen­den Antrag beim Amts­ge­richt Düs­sel­dorf gestellt. Ursa­che für den Liqui­di­täts­eng­pass waren Ver­schie­bun­gen in der Kundenstruktur.

In dem Ver­fah­ren wird For­ce von den Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp (Düs­sel­dorf) und Mor­i­son Köln AG beglei­tet. „Der­zeit lau­fen die Maß­nah­men zur ope­ra­ti­ven Restruk­tu­rie­rung und die Fokus­sie­rung auf das bestehen­de Geschäfts­mo­dell auf Hoch­tou­ren“, erklärt Tim Lang­städt­ler, zustän­di­ger Pro­jekt­lei­ter bei Bucha­lik Bröm­me­kamp. Im Mit­tel­punkt des ent­wi­ckel­ten Sanie­rungs­kon­zep­tes ste­hen die Anpas­sung der Kos­ten­struk­tur an die zu erwar­ten­den Umsät­ze sowie die Opti­mie­rung von Unter­neh­mens­pro­zes­sen. Wei­ter­hin will das Unter­neh­men künf­tig stär­ker sei­ne Digi­tal­kom­pe­tenz nut­zen und wei­te­re eige­ne inter­net­ba­sier­te Pro­duk­te ent­wi­ckeln. Dem Sanie­rungs­kon­zept, das eben­falls die Ent­schul­dung des Unter­neh­mens auf­zeigt, müs­sen spä­ter die Gläu­bi­ger zustim­men. Wei­ter­hin muss das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf nach der Gläu­bi­g­er­zu­stim­mung das Kon­zept bestätigen.

Die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­agen­tur For­ce Com­mu­ni­ca­ti­ons & Media hat­te Anfang Mai 2016 einen Insol­venz­an­trag gestellt. Schon damals ord­ne­te das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf auf Antrag des Unter­neh­mens eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung an. Hin­ter­grund der wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge des 2003 gegrün­de­ten Unter­neh­mens ist vor allem der Weg­gang eines Groß­kun­den, der sei­nen eige­nen Mar­ke­ting­be­reich haus­in­tern neu aus­rich­te­te. For­ce will sich durch das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren sanie­ren, den Umsatz­rück­gang kom­pen­sie­ren und sich wie­der wett­be­werbs­fä­hig aufstellen.

In der Eigen­ver­wal­tung wer­den die Geschäf­te wei­ter­hin unter der Lei­tung der bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rung geführt. Anders als in einer Rege­l­in­sol­venz wird in die­sem Ver­fah­ren die Unter­neh­mens­lei­tung unter die Auf­sicht eines Sach­wal­ters gestellt, der ähn­lich eines Auf­sichts­ra­tes die Inter­es­sen der Gläu­bi­ger ver­tritt. Das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf hat als Sach­wal­ter Dr. Gre­gor Bräu­er (hww her­mann wien­berg wil­helm) bestellt. Dr. Bräu­er war bereits nach der Antrag­stel­lung als vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter bestellt worden.

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