Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren zur Sanie­rung von Unter­neh­men haben sich zu einer ech­ten Sanie­rungs­al­ter­na­ti­ve ent­wi­ckelt. Ins­be­son­de­re bei Insol­ven­zen grö­ße­rer Unter­neh­men hat die Eigen­ver­wal­tung an Bedeu­tung gewon­nen. So wur­den 58 % der größ­ten 50 Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen im Jahr 2016 in Eigen­ver­wal­tung  durch­ge­führt. Ziel des Gesetz­ge­bers war es u.a., die Gläu­bi­ger­rech­te zu stär­ken, aber auch Unter­neh­mer zu einem mög­lichst frü­hen Insol­venz­an­trag zu bewe­gen, um so Insol­venz­ver­schlep­pun­gen ent­ge­gen­zu­wir­ken und durch den Erhalt der Unter­neh­men den Wirt­schafts­stand­ort Deutsch­land zu stär­ken. Die Moti­va­ti­on eines Unter­neh­mers früh einen Insol­venz­an­trag zu stel­len, setzt aber vor­aus, dass er die Chan­ce bekommt, auch sei­ne Gesell­schaf­ter­stel­lung zumin­dest z.T. zu erhal­ten. Nicht sel­ten ist in Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren fest­zu­stel­len, dass ein­zel­ne Gläu­bi­ger­grup­pen for­dern, nach Ein­lei­tung eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens auch par­al­lel einen M&A‑Prozess angeb­lich zum Zwe­cke einer Ver­gleichs­rech­nung ein­zu­lei­ten, tat­säch­lich aber um eine Ver­äu­ße­rung in die Wege zu leiten.

Mit dem Beschluss des LG Sta­de hat sich erst­ma­lig ein Gericht zu die­ser The­ma­tik positioniert.

Den kom­plet­ten Arti­kel, der in der ZIn­sO 11/2018, 668, Carl Hey­manns Verlag/Wolters Klu­wer Deutsch­land erschie­nen ist, lesen Sie hier.

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