• Unter­neh­men wird zukunfts­fä­hig aufgestellt
  • Geschäfts­be­trieb läuft voll­um­fäng­lich weiter
  • Sanie­rungs­ex­per­te Vol­ker Schreck von Bucha­lik Bröm­me­kamp unter­stützt die Geschäftsführung

 

Ratin­gen, 22. März 2016. Die Brin­ker Fet­ten Logis­tik GmbH & Co. KG hat beim Amts­ge­richt Düs­sel­dorf einen Antrag auf ein Sanie­rungs­ver­fah­ren gestellt. Mit dem Antrag nutzt das Unter­neh­men vor­aus­schau­end eine Sanie­rungs­mög­lich­keit nach dem Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men (ESUG). Ziel des Ver­fah­rens ist es, das Logis­tik­un­ter­neh­men wie­der dau­er­haft wett­be­werbs­fä­hig auf­zu­stel­len. Das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf hat dem Antrag ent­spro­chen und damit die hohen Erfolgs­chan­cen für eine Sanie­rung des Unter­neh­mens bestä­tigt. Die rund 60 Mit­ar­bei­ter sind in einer Betriebs­ver­samm­lung über das Ver­fah­ren infor­miert wor­den. Löh­ne und Gehäl­ter sind für drei Mona­te durch das Insol­venz­geld gesi­chert. Ein Arbeits­platz­ab­bau ist nicht geplant.

Ursa­che für die wirt­schaft­li­che Schief­la­ge sind der uner­war­te­te Umsatz­ein­bruch im Jahr 2014 sowie der hohe Kran­ken­stand im ver­gan­ge­nen Jahr, der zu erheb­li­chen Mehr­kos­ten geführt hat. Dar­über hin­aus belas­ten die Löh­ne, die deut­lich über dem Bran­chen­durch­schnitt lie­gen, die Kos­ten­si­tua­ti­on. „Die Grün­de machen eine Neu­ori­en­tie­rung unse­res Unter­neh­mens erfor­der­lich, die wir durch die Durch­füh­rung eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens errei­chen kön­nen“, erklärt Geschäfts­füh­rer Lud­wig Fet­ten. Die Sanie­rungs­pha­se soll spä­tes­tens zum Ende die­ses Jah­res abge­schlos­sen sein.

Brin­ker Fet­ten wird vom Düs­sel­dor­fer Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp beglei­tet. Dar­über hin­aus wird Vol­ker Schreck als sanie­rungs­er­fah­re­ner Inte­rims­ge­schäfts­füh­rer neben dem bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rer Lud­wig Fet­ten das Unter­neh­men lei­ten. Schreck kommt von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­wäl­te Steu­er­be­ra­ter, die auf die Restruk­tu­rie­rung von mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men spe­zia­li­siert ist. Im ver­gan­ge­nen Jahr führ­te der Sanie­rungs­ex­per­te das Unter­neh­men F&K, das eben­falls in der Spe­di­ti­ons­bran­che tätig ist, durch ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren und rich­te­te das Unter­neh­men neu aus. Zusam­men mit der Geschäfts­füh­rung wird nun ein Restruk­tu­rie­rungs­kon­zept erstellt, mit der die dau­er­haf­te Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Logis­ti­kers sicher­ge­stellt wird. „Der Geschäfts­be­trieb des Unter­neh­mens wird voll­um­fäng­lich fort­ge­führt. Wich­tig ist es jetzt, die Lie­fe­ran­ten und Kun­den für die Fort­füh­rung zu gewin­nen. Die ers­ten Gesprä­che mit den Betei­lig­ten ver­lie­fen sehr posi­tiv“, zeigt sich Vol­ker Schreck optimistisch.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutzt Brin­ker Fet­ten die seit dem 1. März 2012 gel­ten­den neu­en Mög­lich­kei­ten einer Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. Dabei erstellt das Unter­neh­men einen Sanie­rungs­plan, in dem die Ent­schul­dung und nach­hal­ti­ge Fort­füh­rung des Unter­neh­mens auf­ge­zeigt wird und dem die Gläu­bi­ger zustim­men müs­sen. Das Unter­neh­men wird wäh­rend des Ver­fah­rens durch einen vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter beauf­sich­tigt. Die­se Auf­ga­be über­nimmt Rechts­an­walt Georg F. Kre­plin von der Kanz­lei Kre­plin & Part­ner. „Die Eigen­ver­wal­tung ist der rich­ti­ge Weg für das Unter­neh­men, um die Sanie­rung im Inter­es­se aller Betei­lig­ten schnell und erfolg­reich umzu­set­zen“, so Sach­wal­ter Georg Kreplin.

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