• Der Fokus liegt wei­ter­hin auf der Opti­mie­rung der Produktionsprozesse
  • Sanie­rung zur Unter­neh­mens­fort­füh­rung größ­ten­teils umgesetzt
  • Alle Arbeits­plät­ze konn­ten erhal­ten werden

Des­sau. 08.01.2020. Nun ist es amt­lich, das Amts­ge­richt Des­sau hat das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren des Fahr­zeug­bau­ers MEIER-RATIO GmbH aus Des­­sau-Roß­lau auf­ge­ho­ben. Damit konn­te die Geschäfts­lei­tung die Sanie­rung des Unter­neh­mens in Eigen­re­gie erfolg­reich abschlie­ßen. Das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men geht gestärkt aus dem Ver­fah­ren her­vor und die wei­te­ren Zie­le sind klar gesteckt. Dazu hat­te das Unter­neh­men bereits zu Anfang des Ver­fah­rens gemein­sam mit dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf ein umfang­rei­ches Kon­zept mit knapp 40 Opti­mie­rungs­punk­ten erar­bei­tet. Die­se Punk­te wur­den im Lau­fe des Ver­fah­rens bereits zu wesent­li­chen Tei­len umge­setzt. Unter ande­rem wur­den nicht mehr benö­tig­te Auf­ga­ben­ge­bie­te redu­ziert, umver­teilt oder stel­len­wei­se kom­pri­miert; die Pro­duk­ti­on hin­ge­gen wei­ter aus­ge­baut. Dass mit der Umstruk­tu­rie­rung eines Unter­neh­mens nicht zwangs­läu­fig ein Arbeits­platz­ab­bau ein­her­geht, zeigt der hie­si­ge Erfolgs­fall: Denn es konn­ten nicht nur alle Arbeits­plät­ze in der Pro­duk­ti­on erhal­ten wer­den, son­dern das Team wur­de und wird sogar wei­ter auf­ge­stockt. Den per­so­nel­len Eng­päs­sen wur­de vor­über­ge­hend mit dem Ein­satz von Leih­ar­bei­tern begeg­net; die­se sol­len im ers­ten Halb­jahr 2020 aber fest von MEIER-RATIO über­nom­men werden.

„Dass wir uns im Janu­ar 2019 dazu ent­schie­den haben, die MEIER-RATIO und ihre bewähr­ten Pro­duk­te wei­ter am Markt zu hal­ten, hat sich nun als die rich­ti­ge Ent­schei­dung erwie­sen. Die erfolg­rei­che Sanie­rung konn­te jedoch nur mit kom­pe­ten­ter Unter­stüt­zung gelin­gen. Nach inten­si­ven Recher­chen nah­men wir Kon­takt zu der Wirt­schafts­kanz­lei und Unter­neh­mens­be­ra­tung Bucha­lik Bröm­me­kamp auf. Die Düs­sel­dor­fer Sanie­rungs­ex­per­ten waren nach vie­len Gesprä­chen letzt­lich die­je­ni­gen Bera­ter, bei denen wir ein gutes Gefühl im Hin­blick auf die Durch­füh­rung eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens hat­ten. Die posi­ti­ven Reak­tio­nen der Gläu­bi­ger bestä­tig­ten uns dies im Lau­fe des Ver­fah­rens. Das Sanie­rungs­kon­zept sowie der Insol­venz­plan wur­den von allen Gläu­bi­gern ein­stim­mig ange­nom­men. Dar­um möch­te ich allen Betei­lig­ten, die an die Zukunft des Unter­neh­mens geglaubt haben und mit uns die­sen Weg gegan­gen sind, recht herz­lich dan­ken. Die­ser Dank gilt unse­ren Kun­den, Lie­fe­ran­ten, Geschäfts­part­ner, unse­rer Haus­bank – aber vor allem auch unse­ren Mit­ar­bei­tern. Sie alle haben uns nicht im Stich gelas­sen; ohne sie wäre der Weg noch kräf­te­zeh­ren­der gewe­sen. Sie alle wis­sen, dass das Unter­neh­men ein immenses Poten­ti­al hat“, erklärt der Geschäfts­füh­rer Hen­ning Meier.

Eine Ver­ket­tung unglück­li­cher Umstän­de hat­te das Sanie­rungs­ver­fah­ren Anfang 2019 not­wen­dig gemacht: Fahr­zeu­ge wur­den ver­zö­gert ange­lie­fert, was zu einem hohen Bestands­auf­bau und einer mas­si­ven Liqui­di­täts­bin­dung führ­te. Hin­zu kamen ein unge­wöhn­lich hoher Kran­ken­stand sowie feh­ler­haf­te inter­ne Arbeitsabläufe.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutz­te der Fahr­zeug­bau­er nun eine Sanie­rungs­mög­lich­keit, die Unter­neh­men erst seit 2012 zur Ver­fü­gung steht. Im Vor­der­grund der soge­nann­ten Sanie­rung unter Insol­venz­schutz steht die Fort­füh­rung des Unter­neh­mens, wes­halb die unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung auch bei der Geschäfts­füh­rung ver­bleibt, die den Sanie­rungs­pro­zess selbst­stän­dig ohne Ein­satz eines Insol­venz­ver­wal­ters durch­führt. Außer­dem ist die Umset­zung von Sanie­rungs­maß­nah­men, wie etwa der Been­di­gung unren­ta­bler Ver­trags­ver­hält­nis­se oder lang­lau­fen­der Dau­er­schuld­ver­hält­nis­se, deut­lich schnel­ler und wesent­lich kos­ten­güns­ti­ger mög­lich als ohne ein sol­ches Ver­fah­ren. Her­vor­zu­he­ben­de Vor­tei­le für die Gläu­bi­ger sind der Erhalt des Geschäfts­part­ner und die Aus­zah­lung einer regel­mä­ßig deut­lich höhe­ren Quo­te als im Fal­le einer Regelinsolvenz.

Unter­stützt wur­de Geschäfts­füh­rer Hen­ning Mei­er dabei durch den Pro­jekt­lei­ter Rechts­an­walt Tim Lang­städt­ler aus dem Hau­se Bucha­lik Bröm­me­kamp. „Herr Lang­städt­ler über­nahm die insol­venz­spe­zi­fi­schen Fra­ge­stel­lun­gen sowie die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu allen Sta­ke­hol­dern. Das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren war bei vie­len Sta­ke­hol­dern vor­her noch gar nicht bekannt und bedurf­te daher eini­ger Auf­klä­rung“, erläu­tert Geschäfts­füh­rer Mei­er und Lang­städt­ler ergänzt „Die Ret­tung konn­te nur gelin­gen, weil die Lie­fe­ran­ten, Mit­ar­bei­ter und Kun­den dem Unter­neh­men die Treue gehal­ten haben und somit die geplan­ten Umsatz­zie­le erreicht wur­den. Jetzt gilt es die begon­ne­nen Maß­nah­men kon­se­quent wei­ter zu führen“.

„MEIER-RATIO hat das Instru­ment der Eigen­ver­wal­tung inten­siv genutzt, um das Unter­neh­men wie­der auf Erfolgs­kurs zu brin­gen und sich erneut wett­be­werbs­fä­hig auf­zu­stel­len. Ich sehe eine gute Zukunft für das Unter­neh­men“, so der Sach­wal­ter Rechts­an­walt Dr. Ste­phan Thie­mann, Geschäfts­füh­rer der Kanz­lei PLUTA. Als Sach­wal­ter über­nahm er die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage des schuld­ne­ri­schen Unter­neh­mens zu über­prü­fen und die Geschäfts­füh­rung zu überwachen.

Über MEIER-RATIO GmbH

Das Unter­neh­men stellt am Stand­ort Des­­sau-Roß­lau Absetz- und Abroll­kip­per sowie Anhän­ger für Nutz­fahr­zeu­ge her. Zu den Kun­den von Mei­er-Ratio gehö­ren der Ein-Mann-Betrieb genau­so wie die Big-Play­­er der Trans­port­bran­che. Das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men, das 1968 gegrün­det wur­de, beschäf­tigt 48 Mitarbeiter.

Über Bucha­lik Brömmekamp

Als Bera­tungs­ge­sell­schaft für Restruk­tu­rie­rung und Sanie­rung ist Bucha­lik Bröm­me­kamp dar­auf spe­zia­li­siert, mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men inner­halb und außer­halb der Kri­se auf Erfolgs­kurs zu brin­gen. Leis­tun­gen der Bucha­lik Bröm­me­kamp wer­den durch eine Rechts­an­­walts- und Steu­er­be­ra­ter­kanz­lei sowie einer Unter­neh­mens­be­ra­tung ange­bo­ten. Inter­dis­zi­pli­när arbei­ten Betriebs­wir­te, Inge­nieu­re und Juris­ten zusam­men und bie­ten ein brei­tes Spek­trum an Dienst­leis­tun­gen für mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, Fremd- und Eigen­ka­pi­tal­ge­ber sowie Insol­venz­ver­wal­ter. Bucha­lik Bröm­me­kamp ent­wi­ckelt ganz­heit­li­che und nach­hal­ti­ge Lösun­gen, die recht­lich, steu­er­recht­lich sowie betriebs- und finanz­wirt­schaft­lich auf­ein­an­der abge­stimmt sind und setzt die­se in Restru­k­­tu­­rie­­rungs- und Sanie­rungs­pro­jek­ten um. Bucha­lik Bröm­me­kamp hat bis­her mehr als 150 Unter­neh­men nach dem neu­en Gesetz beraten.

Kon­takt:
Tim Langstädtler,
Tel.: 0211 / 82 89 77 0,
E‑Mail: Tim.Langstaedtler@buchalik-broemmekamp.de

Über PLUTA

PLUTA hilft Unter­neh­men in recht­lich und wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Situa­tio­nen. Seit Grün­dung 1982 ist PLUTA ste­tig gewach­sen und beschäf­tigt heu­te mehr als 400 Mit­ar­bei­ter in Deutsch­land, Spa­ni­en, Ita­li­en und Polen. Über 90 Juris­ten und 40 Kauf­leu­te, dar­un­ter vie­le Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter mit Mehr­fach­qua­li­fi­ka­tio­nen als Wirt­schafts­prü­fer, Diplom­kauf­mann oder Buch­prü­fer, sor­gen für prak­ti­ka­ble, wirt­schaft­lich sinn­vol­le Lösun­gen. PLUTA unter­stützt ins­be­son­de­re bei der Sanie­rung und Fort­füh­rung von Unter­neh­men in Kri­sen oder Insol­venz­si­tua­tio­nen und ent­sen­det bei Bedarf auch Sanie­rungs­ex­per­ten in die Organ­stel­lung. PLUTA gehört zur Spit­zen­grup­pe der Sanie­­rungs- und Restruk­tu­rie­rungs­ge­sell­schaf­ten, was Ran­kings und Aus­zeich­nun­gen von INDat, JUVE, Focus, Legal 500, Who’s Who Legal, Best Lawy­ers und Glo­bal Rest­ruc­tu­ring Review (GRR 100) bele­gen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.pluta.net

Pres­se­mit­tei­lun­gen

Ver­an­stal­tun­gen

News­let­ter

Bücher

Stu­di­en & Leitfäden

Vide­os