• Gro­ßer Rück­halt der Kun­den und Lie­fe­ran­ten für den Sanierungsweg

Michel­au. 1. Juni 2020. Die MTM Metall­tech­nik Michel­au GmbH erreicht plan­mä­ßig den nächs­ten Schritt für eine erfolg­rei­che Sanie­rung. Das Cobur­ger Amts­ge­richt eröff­ne­te das Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen von MTM und hat zugleich die Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. Mit der Eröff­nung sieht auch das Gericht gute Chan­cen für eine Sanie­rung der Gesell­schaft. Nun kön­nen die Sanie­rungs­maß­nah­men zum Erhalt des Unter­neh­mens durch die Geschäfts­füh­rer Thors­ten Bau­er und Nico­l­a­as van der Slu­is wei­ter umge­setzt wer­den. Der Geschäfts­be­trieb läuft unein­ge­schränkt und unver­än­dert wei­ter. Lau­fen­de und künf­ti­ge Pro­jek­te wer­den ter­min­ge­recht fer­tig­ge­stellt. „Auch unse­re Ver­triebs­of­fen­si­ve trägt ers­te Früch­te. Aktu­ell konn­ten ver­schie­de­ne neue Kun­den gewon­nen wer­den“, erklärt Geschäfts­füh­rer Bau­er. Wegen Zah­lungs­un­fä­hig­keit hat­te das Unter­neh­men sehr früh­zei­tig den ent­spre­chen­den Antrag beim Amts­ge­richt Coburg gestellt.

In dem Ver­fah­ren wird MTM von dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp (Düs­sel­dorf) beglei­tet. „Der­zeit lau­fen die Maß­nah­men zur ope­ra­ti­ven Restruk­tu­rie­rung und die Fokus­sie­rung auf das bestehen­de Geschäfts­mo­dell auf Hoch­tou­ren“, erklärt Sanie­rungs­ex­per­te Tim Lang­städt­ler aus dem Hau­se Bucha­lik Bröm­me­kamp, der in dem Ver­fah­ren als Gene­ral­be­voll­mäch­tig­ter der MTM unter­stüt­zend tätig ist.

Im Mit­tel­punkt des ent­wi­ckel­ten Sanie­rungs­kon­zep­tes ste­hen die Anpas­sung der Pro­duk­ti­ons­struk­tur an die zu erwar­ten­den Umsät­ze sowie die Opti­mie­rung von Unter­neh­mens­pro­zes­sen. Wei­ter­hin will das Unter­neh­men künf­tig sei­ne Auf­trags­pla­nung stär­ker opti­mie­ren. Dem Sanie­rungs­kon­zept, das die Ent­schul­dung des Unter­neh­mens auf­zeigt, müs­sen spä­ter die Gläu­bi­ger zustim­men. Anschlie­ßend muss das Amts­ge­richt Coburg das Kon­zept bestätigen.

MTM hat­te Anfang Dezem­ber 2019 einen Insol­venz­an­trag gestellt. Schon damals ord­ne­te das Amts­ge­richt Coburg auf Antrag des Unter­neh­mens eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung an. Hin­ter­grund der wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge des 1987 gegrün­de­ten Unter­neh­mens sind vor allem feh­ler­haf­te Kal­ku­la­tio­nen und eine unzu­rei­chen­de Daten­qua­li­tät. Im Ergeb­nis führ­te dies auch zu einer gerin­gen Lie­fer­ter­min­treue. MTM will sich durch das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren sanie­ren, den Umsatz­rück­gang kom­pen­sie­ren und sich wie­der wett­be­werbs­fä­hig aufstellen.

In der Eigen­ver­wal­tung wer­den die Geschäf­te wei­ter­hin unter der Lei­tung der bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rung geführt. Anders als in einer Rege­l­in­sol­venz wird in die­sem Ver­fah­ren die Unter­neh­mens­lei­tung unter die Auf­sicht eines Sach­wal­ters gestellt, der — ähn­lich eines Auf­sichts­ra­tes — die Inter­es­sen der Gläu­bi­ger ver­tritt. Das Amts­ge­richt Coburg hat als Sach­wal­ter Dr. Harald Schwartz (SRI Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH) bestellt, der auch schon zuvor als vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter in dem Ver­fah­ren tätig war.

Über MTM Metall­tech­nik Michel­au GmbH:
MTM pro­du­ziert und ver­treibt in Michel­au hoch­wer­ti­ge metall­tech­ni­sche Pro­duk­te. Ins­be­son­de­re belie­fert MTM Möbel­her­stel­ler mit fer­ti­gen Gestel­len aus Metall für indi­vi­du­el­le Sitz­mö­bel oder Seri­en­an­fer­ti­gun­gen. Das Unter­neh­men blickt auf eine bald 35jährige Fir­men­his­to­rie zurück. Die 97 Mit­ar­bei­ter erwirt­schaf­ten einen jähr­li­chen Umsatz von rund 8 Mil­lio­nen Euro.

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