Der Glück­­spiel- und Wett­an­bie­ter Mybet hat am 17. August 2018 wegen dro­hen­der Zah­lungs­un­fä­hig­keit beim Amts­ge­richt Ber­­lin-Char­­lo­t­­ten­­burg Insol­venz ange­mel­det. Die bei­den von der mybet Hol­ding SE emit­tier­ten Wandelschuldverschreibungen

ISIN: DE000A2G8472 / WKN: A2G847 sowie

ISIN: DE000A1X3GJ8 / WKN: A1X3GJ)

sind von dem Antrag betrof­fen. Nach­dem die Frank­fur­ter Bör­se den Han­del bei­der Papie­re am 14. August 2018 zunächst aus­ge­setzt hat­te, wer­den die Papie­re der­zeit wie­der gehan­delt. Der Grund für die kurz­fris­ti­ge Aus­set­zung des Han­dels wird die vom Vor­stand am glei­chen Tag ver­fass­te Ad-hoc-Mit­­­tei­­lung gewe­sen sein, die den Insol­venz­an­trag von Mybet ankün­dig­te. Gleich­zei­tig betrof­fen von der Antrag­stel­lung sind die zur Mybet-Grup­­pe gehö­ren­den Any­bet GmbH und die SWS Ser­vice GmbH. Das ope­ra­ti­ve Wett- und Casi­no­ge­schäft der Grup­pe ist von den Insol­venz­an­trä­gen nicht betrof­fen, da es über nicht insol­ven­te mal­te­si­sche Toch­ter­ge­sell­schaf­ten abge­wi­ckelt wird.

Das Schei­tern der geführ­ten Inves­to­ren­ge­sprä­che sowie die Ableh­nung der Ein­stel­lung der vom Finanz­amt Frank­furt am Main II betrie­be­nen Voll­stre­ckung über rund vier Mil­lio­nen Euro Steu­er­schul­den wer­den als Grün­de für die Vor­be­rei­tung des Insol­venz­an­tra­ges genannt.

Das Amts­ge­richt Char­lot­ten­burg hat Rechts­an­walt Sascha Fei­es von der Kanz­lei Görg zum vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ter bestellt, der auf­ge­for­dert wird, die Inter­es­sen der Anlei­he­gläu­bi­ger zu berück­sich­ti­gen und den Anle­gern wenigs­tens einen Platz im vor­läu­fi­gen Gläu­bi­ger­aus­schuss zu zugestehen.

Inter­es­sen der Anlei­he­gläu­bi­ger bündeln

Betrof­fe­ne Inves­to­ren der Wan­del­schuld­ver­schrei­bun­gen haben sich an die Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­walts­ge­sell­schaft gewandt, die sich bereit erklärt hat, die Inter­es­sen der Anlei­he­gläu­bi­ger zu bün­deln und die­se im vor­läu­fi­gen Gläu­bi­ger­aus­schuss zu ver­tre­ten. Die Regis­trie­rung bei der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp ist mit kei­nen Kos­ten für die betrof­fe­nen Anlei­he­gläu­bi­ger ver­bun­den, son­dern bie­tet den Vor­teil, dass sie von der Kanz­lei über die wei­te­ren Ent­wick­lun­gen infor­miert wer­den. Auch im Hin­blick auf eine etwai­ge Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens soll­ten die Anlei­he­gläu­bi­ger ihre Inter­es­sen bün­deln, um sich über die wei­te­ren Ent­wick­lun­gen und dann auch lau­fen­den Fris­ten infor­miert zu halten.

Soll­te das Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net wer­den, wird das zustän­di­ge Insol­venz­ge­richt in Char­lot­ten­burg für jede Anlei­he eine Gläu­bi­ger­ver­samm­lung allein für die Anlei­he­gläu­bi­ger ein­be­ru­fen müs­sen. In die­ser Ver­samm­lung müs­sen die Anlei­he­gläu­bi­ger dar­über ent­schei­den, ob sie einen gemein­sa­men Ver­tre­ter bestel­len wollen.

Gemein­sa­mer Ver­tre­ter für Anleihegläubiger

Die Bestel­lung eines sol­chen gemein­sa­men Ver­tre­ters ist nicht ver­pflich­tend, bringt aber zahl­rei­che Vor­tei­le mit sich. Wird ein gemein­sa­mer Ver­tre­ter bestellt, wird die­ser nicht nur die For­de­run­gen der Anlei­he­gläu­bi­ger im Insol­venz­ver­fah­ren anmel­den, son­dern die­se auch in dem Ver­fah­ren ver­tre­ten. Soll­te ein sol­cher gemein­sa­mer Ver­tre­ter nicht bestellt wer­den, müss­te jeder Anlei­he­gläu­bi­ger selbst die For­de­run­gen im Insol­venz­ver­fah­ren anmel­den, um eine Quo­te in dem Ver­fah­ren zu erhalten.

Über Bucha­lik Brömmekamp

Seit über zehn Jah­ren ver­tritt Rechts­an­walt Sascha Borow­ski (Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht) von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp erfolg­reich Inves­to­ren bei der Durch­set­zung ihrer Ansprü­che in und außer­halb des Insolvenzverfahrens.

Die Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp zählt zu den mark­füh­ren­den Insol­­venz- und Sanie­rungs­be­ra­tern und wur­de viel­fach, so u.a. vom FOCUS zur TOP Wirt­schafts­kanz­lei im Bereich Insol­venz & Sanie­rung ausgezeichnet.

Ger­ne bera­ten wir Sie bei der Durch­set­zung Ihrer Ansprü­che. Set­zen Sie sich ein­fach per E‑Mail: kapitalanlagen@buchalik-broemmekamp.de, per Tele­fon 0211 / 828977–200 oder pos­ta­lisch: Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH, Prin­zen­al­lee 15, 40549 Düs­sel­dorf, in Verbindung.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter: https://www.kapitalanlagen-krise.de/aktuelle-verfahren-mybet-holding-se/

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