• Geschäfts­be­trieb und Pro­duk­ti­on wird unver­än­dert fortgeführt

Wer­mels­kir­chen. 30. August 2018. Mit einem Sanie­rungs­ver­fah­ren will sich die Stein­co Paul vom Stein GmbH in Wer­mels­kir­chen zukunfts­fä­hig neu auf­stel­len und die Ertrags- und Liqui­di­täts­la­ge deut­lich ver­bes­sern. Dazu hat die Stein­­co-Geschäfts­­­füh­­rung beim Amts­ge­richt Köln einen Antrag für ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren gestellt. Das Gericht hat dem Antrag voll­um­fäng­lich ent­spro­chen. Stein­co wird in dem Ver­fah­ren von der Sanie­rungs­be­ra­tung Bucha­lik Bröm­me­kamp (Düs­sel­dorf) und dem Sanie­rungs­ex­per­ten Vol­ker Schreck unter­stützt. Die Pro­duk­ti­on und der Geschäfts­be­trieb wer­den naht­los fort­ge­führt. „Wir lie­fern unse­re Stein­­co-Pro­­­du­k­­te wei­ter­hin in der gewohn­ten Qua­li­tät und die Auf­trä­ge wer­den ver­trags­ge­mäß abge­wi­ckelt. Schon des­halb haben Kun­den und Lie­fe­ran­ten signa­li­siert, dass sie uns in dem Ver­fah­ren wei­ter unter­stüt­zen und den nun gewähl­ten Sanie­rungs­weg mit­ge­hen“, sagt die Stein­­co-Geschäfts­­­füh­­rung. Der Her­stel­ler von Rol­len, Rädern, Dreh­tei­len und Schnell­ver­schluss­kupp­lun­gen belie­fert haupt­säch­lich die Auto­mo­bil­in­dus­trie und die Gesundheitsbranche.

Die rund 280 Mit­ar­bei­ter in den ins­ge­samt vier Wer­ken, drei davon in Wer­mels­kir­chen und eines in Dautphetal/Hessen, wur­den über den Ver­lauf des Ver­fah­rens infor­miert. Die Löh­ne und Gehäl­ter der Mit­ar­bei­ter wer­den pünkt­lich und ohne Ein­schrän­kun­gen weiterbezahlt.

Das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men, das 1926 gegrün­det wur­de, nutzt mit der Eigen­ver­wal­tung ein Ver­fah­ren, das in die­ser Form erst seit 2012 zur Ver­fü­gung steht. Wesent­li­ches Ziel der Eigen­ver­wal­tung ist es, dass Unter­neh­men dau­er­haft fort­füh­ren und erhal­ten zu kön­nen. “Des­halb geneh­migt das Amts­ge­richt die­ses Ver­fah­ren nur, wenn es die Sanie­rung für erfolg­ver­spre­chend hält. Es erfolgt nun eine Stand­ort­be­stim­mung der Stein­co, in der wir für die defi­zi­tä­ren Berei­che geeig­ne­te Sanie­rungs­maß­nah­men ent­wi­ckeln wer­den. Gleich­zei­tig erfolgt ein Aus­bau der jetzt schon pro­fi­ta­blen Berei­che“, erklärt Vol­ker Schreck von Bucha­lik Bröm­me­kamp, der das Ver­fah­ren steu­ern und umset­zen soll sowie die bis­he­ri­ge Geschäfts­füh­rung als Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer ergänzt. Er ver­fügt über umfang­rei­che Erfah­run­gen in der Sanie­rung von Produktionsbetrieben.

Die Restru­k­­tu­­rie­­rungs- und Rechts­ex­per­ten von Bucha­lik Bröm­me­kamp wer­den jetzt gemein­sam mit der Stein­­co-Geschäfts­­­füh­­rung ein trag­fä­hi­ges Sanie­rungs­kon­zept ent­wi­ckeln. Die­sem Kon­zept, dass auch die Ent­schul­dung des Unter­neh­mens auf­zeigt, müs­sen die Gläu­bi­ger zustim­men. „Stein­co ist gut auf­ge­stellt und es gibt ein ein­deu­ti­ges Poten­ti­al für eine dau­er­haft erfolg­rei­che Fort­füh­rung des Unter­neh­mens“, so Schreck.

In der Eigen­ver­wal­tung behält die Geschäfts­füh­rung das Ruder wei­ter in der Hand. Sie kann die Sanie­rungs­maß­nah­men selbst­stän­dig ent­wi­ckeln und durch­füh­ren. Vom Gericht wird jedoch ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter bestellt, der haupt­säch­lich die Auf­ga­be über­nimmt, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prü­fen und die Geschäfts­füh­rung zu über­wa­chen. Das Amts­ge­richt Köln hat Dr. Andre­as Ringst­mei­er als vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter bestellt.

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