Aschen­dorf, 12. Sep­tem­ber 2013. Die Geschäfts­füh­rung der DTF Deut­sche Tex­til­fa­brik GmbH & Co. KG, Aschen­dorf, hat beim Amts­ge­richt in Mep­pen einen Insol­venz­an­trag gestellt. Das Amts­ge­richt hat dem Antrag ent­spro­chen und eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung nach § 270a InsO ange­ord­net. Das Unter­neh­men wird nun einen Sanie­rungs­plan erar­bei­ten und nach Zustim­mung der Gläu­bi­ger umset­zen. Seit dem 1. März 2012 lässt die neue Insol­venz­ord­nung auf Antrag­stel­lung eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung zu. In der Eigen­ver­wal­tung bleibt die Geschäfts­füh­rung wei­ter­hin im Amt und lenkt die Geschi­cke des Unter­neh­mens wei­ter. Nach Auf­he­bung des Insol­venz­ver­fah­rens kann die DTF saniert und frei von insol­venz­recht­li­chen Beschrän­kun­gen erfolg­reich im Markt agieren.

Zum vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter wur­de Rechts­an­walt Ste­phan Michels (Michels Insol­venz­ver­wal­tun­gen / Restruk­tu­rie­run­gen, Müns­ter) bestellt. Die rund 300 Mit­ar­bei­ter wur­den über die aktu­el­le Ent­wick­lung im Rah­men einer Betriebs­ver­samm­lung infor­miert. Löh­ne und Gehäl­ter sind in den ers­ten drei Mona­ten des Ver­fah­rens über das Insol­venz­geld abge­si­chert. Dr. Adri­an Böl­in­gen von der Sozie­tät Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­wäl­te | Steu­er­be­ra­ter wird den Geschäfts­füh­rer Huber­tus Eing als Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer unter­stüt­zen. Eing, der die Geschäfts­füh­rung erst seit dem 1. August 2013 inne hat, und
Dr. Böl­in­gen ver­fü­gen über lang­jäh­ri­ge Erfah­run­gen im Rah­men von Restruk­tu­rie­rungs­pro­jek­ten und Insol­venz­ver­fah­ren. Das Amts­ge­richt Mep­pen hat einen vor­läu­fi­gen Gläu­bi­ger­aus­schuss mit den wich­tigs­ten Gläu­bi­gern ein­ge­setzt, die den ein­ge­schla­ge­nen Sanie­rungs­weg unter­stüt­zen. Der ope­ra­ti­ve Geschäfts­be­trieb wird unein­ge­schränkt fort­ge­führt. Pro­duk­ti­on und Lie­fe­rung an die Kun­den lau­fen unge­hin­dert weiter.

„Mit den neu­en Rege­lun­gen der Insol­venz­ord­nung und der Unter­stüt­zung der wich­tigs­ten Gläu­bi­ger sind wir davon über­zeugt, die DTF nach­hal­tig zu sanie­ren und als sta­bi­len Geschäfts­part­ner und Arbeit­ge­ber wie­der wett­be­werbs­fä­hig und dau­er­haft gewinn­brin­gend auf­zu­stel­len“, so Geschäfts­füh­rer Eing. Die Neu­aus­rich­tung ist mit einem sozi­al­ver­träg­li­chen Per­so­nal­ab­bau ver­bun­den. Auf­grund des rück­läu­fi­gen Mark­tes bei Heim­tex­ti­li­en wird die DTF den Bereich tech­ni­sche Tex­ti­li­en und Auto­mo­ti­ve aus­bau­en. Dazu wur­de bereits Anfang des Jah­res die Mar­ke ADO und der Ver­trieb von ADO an die Zim­mer + Roh­de Grup­pe ver­kauft. Auch wäh­rend des Ver­fah­rens wird die DTF unein­ge­schränkt Pro­duk­te an ADO liefern.

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