• Regu­lä­rer Geschäfts­be­trieb wird unver­än­dert fortgeführt

Fal­ken­see. 6. Febru­ar 2018. Das Amts­ge­richt Pots­dam hat ein Sanie­rungs­ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung bei der POS Ser­vice­ge­sell­schaft mbH (POSS) ein­ge­lei­tet. Zuvor hat­te die Geschäfts­füh­rung einen ent­spre­chen­den Antrag beim Amts­ge­richt Pots­dam gestellt, dem das Amts­ge­richt voll­um­fäng­lich ent­spro­chen hat. Die POS Ser­vice­ge­sell­schaft ent­wi­ckelt nun, unter­stützt durch die Sanie­rungs­be­ra­tung Bucha­lik Bröm­me­kamp (Düs­sel­dorf), einen Sanie­rungs­plan. Ziel ist es, die POSS nach meh­re­ren defi­zi­tä­ren Jah­ren wie­der ertrags­fä­hig zu machen, die Markt­po­si­tio­nie­rung zu schär­fen und die Struk­tu­ren opti­mal an den Markt-anfor­­de­­run­­­gen auszurichten.

Die rund 330 Mit­ar­bei­ter der POSS sind über den Ver­lauf des Ver­fah­rens infor­miert wor­den. Die Löh­ne und Gehäl­ter der Mit­ar­bei­ter wer­den pünkt­lich und ohne Ein­schrän­kun­gen wei­ter­be­zahlt. Dabei wer­den die ers­ten drei Mona­te über das Insol­venz­geld abge­si­chert; danach über­nimmt das Unter­neh­men wie­der die Zahlungen.

Der Geschäfts­be­trieb der POSS wird wäh­rend des Sanie­rungs­ver­fah­rens unver­än­dert fort­ge­führt. Die Fir­men­lei­tung um Geschäfts­füh­rer Ralf Wer­ner wird für die Dau­er des Ver­fah­rens um Nils Aver­beck als Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer erwei­tert. Das Pots­da­mer Amts­ge­richt bestell­te die erfah­re­ne Insol­venz­recht­le­rin Dr. Susan­ne Ber­ner (Dr. Ber­ner Rechts­an­wäl­te) zur vor­läu­fi­gen Sachwalterin.

Für eine bes­se­re Trans­pa­renz zwi­schen den Leis­tungs­be­rei­chen Logis­tik und Mer­chan­di­sing wur­de 2011 die POS Ser­vice­ge­sell­schaft mbH als Toch­ter­un­ter­neh­men der Her­litz AG gegrün­det. Zum Juni 2017 ver­kauf­te die Peli­kan AG ihre 100-%ige ‑Toch­ter­ge­sell­schaft POS Ser­vice­ge­sell­schaft an die Wer­ner Ver­­­wal­­tungs-GmbH in Ludwigsburg.

Die Ein­lei­tung des Sanie­rungs­ver­fah­rens ist ein wei­te­rer kon­se­quen­ter Schritt in der Neu­aus­rich­tung der POSS, hin zu einem mit­tel­stän­di­schen Ser­vice­spe­zia­lis­ten. Ein wei­te­rer Erfolgs­bau­stein kann mit dem Gewinn von Wil­li­bald Ham­mer, der zum 1. April 2018 die Geschäfts­lei­tung erwei­tern wird, ver­bucht wer­den. Wil­li­bald Ham­mer, der von der Fir­ma Brauns Heit­mann zur POSS wech­selt, ist ein aus­ge­spro­che­ner Vertriebsspezial­ist­ und Branchenkenner.

Das Unter­neh­men nutzt mit der Eigen­ver­wal­tung ein Ver­fah­ren der Insol­venz­ord­nung, das im März 2012 in Kraft trat. Ziel des Ver­fah­rens ist es, dass Unter­neh­men dau­er­haft fort­ge­führt wer­den kön­nen. Die Geschäfts­füh­rung behält das Ruder in der Hand und kann die Sanie­rungs­maß­nah­men selbst­stän­dig ent­wi­ckeln und durch­füh­ren. Anstel­le eines Insol­venz­ver­wal­ters wird ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter bestellt. Der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter hat haupt­säch­lich die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prü­fen und die Geschäfts­füh­rung zu überwachen.

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Pres­se­mit­tei­lun­gen

  • Die NEUERO-Farm- und För­der­tech­nik GmbH will sich mit­hil­fe eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens sanie­ren. Am 23.02.2022 stell­te die Geschäfts­füh­rung einen ent­spre­chen­den Antrag beim Amts­ge­richt Osna­brück. Das Gericht ent­sprach dem Antrag und ord­ne­te die vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung an.

  • BBR Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­wäl­te hat das ers­te Restruk­tu­rie­rungs­ver­fah­ren eines Ein­zel­un­ter­neh­mers nach den neu­en StaRUG-Rege­lun­gen in Rhein­land-Pfalz erfolg­reich bera­ten und beglei­tet. Die plan­be­trof­fen Gläu­bi­ger nah­men am 28.10.2021 den Restruk­tu­rie­rungs­plan in allen Plan­grup­pen ein­stim­mig an und das AG Koblenz als Restruk­tu­rie­rungs­ge­richt bestä­tig­te den Plan noch im Abstimmungstermin.

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