Düs­sel­dorf. 18. Mai 2018. Schock für vie­le P&R‑Investoren: Nach einer Bestands­auf­nah­me des vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ters Dr. Micha­el Jaf­fé sol­len von den 1,6 Mio. Con­tai­nern gera­de ein­mal 38 Pro­zent real exis­tie­ren. Für Anle­ger ist dies ein her­ber Rück­schlag, da sie bis­her davon aus­ge­hen durf­ten, zumin­dest Eigen­tü­mer der ihnen ange­bo­te­nen Con­tai­nern zu sein. Betrof­fen könn­te jeder der 54.000 Inves­to­ren sein. Obwohl nur zwei Drit­tel von ihnen ver­meint­lich einem Betrug auf­ge­ses­sen sein könn­ten, ist völ­lig unklar, wem wel­che Con­tai­ner gehö­ren. Die Staats­an­walt­schaft Mün­chen hat die Ermitt­lun­gen nun aufgenommen.

„Die­ser Zustand ist für die Anle­ger unhalt­bar, denn sie fürch­ten um ihr Geld. Der Insol­venz­ver­wal­ter muss nun schnells­tens Klar­heit über das Eigen­tum der Anle­ger schaf­fen“, erklärt Sascha Borow­ski, Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht bei Bucha­lik Bröm­me­kamp. 3,5 Mil­li­ar­den Euro soll P&R für die Con­tai­ner bei Anle­gern ein­ge­sam­melt haben. Die heu­ti­ge Dif­fe­renz bau­te sich nach ers­ten Erkennt­nis­sen von Insol­venz­ver­wal­ter Dr. Jaf­fé über einen Zeit­raum von mehr als zehn Jah­ren auf. Nach­dem nun nur noch 600.000 Con­tai­ner vor­han­den sein sol­len, dürf­ten meh­re­re Mil­li­ar­den Euro ver­lo­ren sein. Dabei trifft es vor allem Klein­an­le­ger, die ihr lang­jäh­rig Erspar­tes in das Anla­ge­ob­jekt inves­tier­ten und dar­aus ihren Lebens­abend finan­zie­ren woll­ten. Rund 40 Pro­zent der Anle­ger sol­len 70 Jah­re und älter sein.

„Die Inves­to­ren müs­sen jetzt klä­ren las­sen, ob sie zu den rund 16.000 Anle­gern zäh­len, die Eigen­tü­mer der Con­tai­ner gewor­den sind. Sie müs­sen ihre Eigen­tums­an­sprü­che schon jetzt gel­tend machen und dür­fen sich von der Insol­venz­ver­wal­tung nicht ver­trös­ten las­sen“, so Rechts­an­walt Borow­ski. Der Insol­venz­ver­wal­ter bat dage­gen die Anle­ger, Ruhe zu bewah­ren und erst die Fort­schrit­te in den ein­zel­nen Insol­venz­ver­fah­ren abzu­war­ten. Trotz der schwie­ri­gen Situa­ti­on soll­ten sie sich im eige­nen wirt­schaft­li­chen Inter­es­se ratio­nal ver­hal­ten. „Wie das gesche­hen soll, lässt der Insol­venz­ver­wal­ter offen“, erklärt Borow­ski. Aller­dings kön­nen laut Dr. Jaf­fé auch Anle­ger, die kein Eigen­­tums-Zer­­ti­­fi­­kat besit­zen, Ansprü­che im Insol­venz­ver­fah­ren gel­tend machen. Die­se For­de­rungs­an­mel­dung ist jedoch erst nach Eröff­nung der Insol­venz­ver­fah­ren, die in drei Mona­ten erwar­tet wird, möglich.

Kon­takt: Sascha Borow­ski, Tel.: Tel.: 0211 /82 89 77 191, E‑Mail: sascha.borowski@Buchalik-Broemmekamp.de

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: https://www.buchalik-broemmekamp.de/rechtsberatung/kapitalanlagerecht/p‑r/

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