• Geschäfts­be­trieb wei­ter­hin sichergestellt

 

Ebers­bach an der Fils. 22. Dezem­ber 2017. Fre­de­ric Sevat, Geschäfts­füh­rer der Alti­fort Sys­tem Solu­ti­ons GmbH, beab­sich­tigt die bereits ein­ge­lei­te­te Restruk­tu­rie­rung des Lösungs­an­bie­ters für Indus­trie­au­to­ma­ti­on im Wege eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens zu einem erfolg­rei­chen Abschluss zu füh­ren. Das Amts­ge­richt Göp­pin­gen hat heu­te dem Antrag des Unter­neh­mens ent­spro­chen und die Eigen­ver­wal­tung mit dem Ziel der Fort­füh­rung des Unter­neh­mens ange­ord­net. Im Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren bleibt die unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung bei der bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rung. Sie führt den Sanie­rungs­pro­zess selbst­stän­dig und ohne Insol­venz­ver­wal­ter aber mit einem zur Sei­te gestell­ten Sach­wal­ter durch. Wäh­rend des Ver­fah­rens wird der Geschäfts­be­trieb unver­än­dert wei­ter­ge­führt. Sämt­li­che Leis­tun­gen im Rah­men von Kun­den­auf­trä­gen wer­den ter­min­ge­recht erle­digt sowie Neu­auf­trä­ge ange­nom­men und umgesetzt.

Geschäfts­füh­rer Sevat wird zusam­men mit dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp (Düs­sel­dorf und Stutt­gart) ein trag­fä­hi­ges Sanie­rungs­kon­zept ent­wi­ckeln, dem das Gericht und die Gläu­bi­ger zustim­men müs­sen. Außer­dem beglei­tet der Sanie­rungs­ex­per­te Dirk Eichel­baum, Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­walts­ge­sell­schaft (Stutt­gart), das Unter­neh­men wäh­rend des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens. Bucha­lik Bröm­me­kamp hat in bereits rund 130 wei­te­ren Ver­fah­ren Unter­neh­men erfolg­reich durch ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren beglei­tet. Die­se agie­ren durch die gemein­sam umge­setz­te Sanie­rung und Restruk­tu­rie­rung heu­te wie­der gestärkt am Markt.

In einer Betriebs­ver­samm­lung wur­den heu­te die ins­ge­samt 40 Beschäf­tig­ten über das Ver­fah­ren infor­miert. Die Löh­ne und Gehäl­ter sind in den nächs­ten drei Mona­ten über das Insol­venz­geld gesi­chert. In dem Ver­fah­ren sol­len alle Arbeits­plät­ze erhal­ten bleiben.

Ursa­che für die wirt­schaft­li­che Schief­la­ge sind im wesent­li­chen hohe Anlauf­kos­ten, die nach der Los­lö­sung von der DMG-MORI ent­stan­den sind. Der fran­zö­si­sche Mut­ter­kon­zern Alti­fort hat­te die Alti­fort Sys­tem Solu­ti­ons erst im März die­ses Jah­res von der DMG Mori Grup­pe erwor­ben. „Das Unter­neh­men ist tech­nisch gut auf­ge­stellt. Durch die Sanie­rung kön­nen wir unse­re eige­nen Struk­tu­ren ins­be­son­de­re im Ver­trieb neu auf­bau­en und an unse­re der­zei­ti­gen Kos­ten anpas­sen. Das hat aber kei­ne Aus­wir­kun­gen auf das Per­so­nal. Im Gegen­teil, wir suchen hän­de­rin­gend Fach­kräf­te, um die Auf­trä­ge für Werk­zeug­ma­schi­nen­her­stel­ler, Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer und die Kon­sum­gü­ter­in­dus­trie ter­min­ge­recht umzu­set­zen”, erklärt Geschäfts­füh­rer Fre­de­ric Sevat.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutzt Alti­fort Sys­tem Solu­ti­ons die seit 2012 gel­ten­den Mög­lich­kei­ten einer Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. In dem Sanie­rungs­ver­fah­ren mit dem obers­ten Ziel der Unter­neh­mens­fort­füh­rung hat das Göp­pin­ger Amts­ge­richt Rechts­an­walt Mar­cus Wink­ler von der Kanz­lei BBL Bern­sau Brock­dorff & Part­ner in Stutt­gart als vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter bestellt. Der Sach­wal­ter über­nimmt eine Auf­sichts­funk­ti­on und hat dar­über hin­aus die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prüfen.

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