Die KB Schmie­de­tech­nik hat in ihrem Sanie­rungs­ver­fah­ren den nächs­ten Mei­len­stein erreicht. Das Amts­ge­richt Hagen eröff­ne­te ges­tern (1. April 2019) das Ver­fah­ren und gab damit grü­nes Licht für die Fort­füh­rung der Sanie­rung inner­halb einer Eigen­ver­wal­tung. In die­sem Ver­fah­ren bleibt die unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung bei der bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rung. Auf­grund der Kom­ple­xi­tät des Ver­fah­rens wird sie durch den Sanie­rungs­ex­per­ten Nils Aver­beck von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp beglei­tet. Zusam­men mit den Geschäfts­füh­rern Ange­li­ka Schul­te und Tho­mas Hen­ne­ke wur­de ein Sanie­rungs­kon­zept ent­wi­ckelt, das nun umge­setzt wird. „Da wir unse­re Kun­den wei­ter­hin unein­ge­schränkt belie­fern kön­nen, haben wir viel Rück­halt für unse­ren Sanie­rungs­weg erhal­ten. Auch die Lie­fe­ran­ten ste­hen zur KB Schmie­de­tech­nik. Des­halb sind wir sehr zuver­sicht­lich, dass wir die Sanie­rung erfolg­reich durch­füh­ren kön­nen“, erklärt Geschäfts­füh­re­rin Ange­li­ka Schulte.

Die Ver­schie­bung eines Groß­auf­tra­ges, der bereits hohe Anlauf­kos­ten ver­ur­sach­te, sowie ein Auf­trags­rück­gang im Ener­gie­be­reich haben die Tra­di­ti­ons­schmie­de in eine ange­spann­ten Liqui­di­täts­la­ge geführt. Des­halb ent­schied sich die Geschäfts­füh­rung Ende ver­gan­ge­nen Jah­res für eine Sanie­rung in Eigen­ver­wal­tung. Die KB Schmie­de­tech­nik gehört zu den klas­si­schen Gesenk­schmie­den, die Klein­se­ri­en mit Tei­len von 100 Gramm bis maxi­mal 130 Kilo­gramm her­ge­stellt. Sie pro­du­ziert sicher­heits­re­le­van­te Tei­le für zahl­rei­che Anwendungen.

Das nun ent­wi­ckel­te Sanie­rungs­kon­zept sieht vor allem Opti­mie­run­gen in der Pro­duk­ti­on vor, ins­be­son­de­re die Ver­kür­zung der Rüst­zeit. „Wir haben die Kos­ten­struk­tur inten­siv geprüft und wol­len die Situa­ti­on auch lang­fris­tig ver­bes­sern. Aus der Opti­mie­rung in der Fer­ti­gung folgt letzt­lich auch, dass wir die Per­so­nal­kos­ten anpas­sen. Dazu ver­han­deln wir der­zeit mit dem Betriebs­rat über einen mode­ra­ten Stel­len­ab­bau. Über die Höhe kön­nen noch kei­ne Aus­sa­gen getrof­fen wer­den“, so Sanie­rungs­ex­per­te Aver­beck. Die rund 110 Mit­ar­bei­ter sind über die Ent­wick­lung der Sanie­rung in einer Betriebs­ver­samm­lung infor­miert worden.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutzt die KB Schmie­de­tech­nik die seit 2012 gel­ten­den Mög­lich­kei­ten einer Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. In dem Sanie­rungs­ver­fah­ren mit dem obers­ten Ziel der Unter­neh­mens­fort­füh­rung hat das Hage­ner Amts­ge­richt wie im vor­läu­fi­gen Ver­fah­ren Rechts­an­walt Dr. Mar­kus Wischemey­er von der Dort­mun­der Kanz­lei White & Case als Sach­wal­ter bestellt. Der Sach­wal­ter über­nimmt eine Auf­sichts­funk­ti­on und hat dar­über hin­aus die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prüfen.

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