Die deut­sche Bau­wirt­schaft ist hoch­kom­plex in ihren Struk­tu­ren und Risi­ken. Viel zu sel­ten set­zen Bau­un­ter­neh­men sys­te­ma­ti­sche Instru­men­te zur stra­te­gi­schen Risi­ko­ver­mei­dung ein. Dabei ist dafür nicht unbe­dingt die Anschaf­fung einer teu­ren Soft­ware nötig.

 

Eine aus­ge­präg­te Risi­ko­kul­tur tut Not

Risi­ko­ma­nage­ment ist eine wich­ti­ge Füh­rungs­auf­ga­be im Bau­un­ter­neh­men. Die kon­kre­te Aus­ge­stal­tung des Risi­ko­ma­nage­ment­sys­tems ist wesent­lich von der Markt­auf­ga­be des Bau­un­ter­neh­mens abhän­gig. Mathe­ma­ti­sche, sta­tis­ti­sche Metho­den und Werk­zeu­ge der Wahr­schein­lich­keits­rech­nung sind wert­vol­le Hilfs­mit­tel zur Risi­ko­iden­ti­fi­ka­ti­on und Risi­ko­be­wer­tung. Da in mit­tel­stän­di­schen Bau­un­ter­neh­men die eige­nen Res­sour­cen für den Ein­satz die­ser Werk­zeu­ge oft nicht vor­han­den sind, kann in vie­len Fäl­len auf ande­re Dienst­leis­ter in die­sem Bereich zurück­ge­grif­fen werden.
Die Bereit­schaft, sich zukünf­ti­gen, heu­te unbe­kann­ten Ereig­nis­sen zu stel­len, ist die zen­tra­le Auf­ga­be der Bau­un­ter­neh­men. Dies kann auch mit ein­fa­chen und in jedem Bau­un­ter­neh­men vor­han­de­nen Werk­zeu­gen erfol­gen. Der tech­ni­sche Sach­ver­stand und die Berufs­er­fah­rung der Ver­ant­wort­li­chen stel­len ein gutes Werk­zeug zur Beherr­schung dar.

 

Ande­re Bran­chen machen es vor

Auch in ande­ren Bran­chen ist der Ein­satz von Risi­ko­ma­nage­ment­sys­te­men von zen­tra­ler Bedeu­tung. Die Finanz­wirt­schaft z.B. argu­men­tiert, dass ein Unter­neh­men nur so viel Risi­ken über­neh­men kann, wie es in der Lage ist, die mög­li­chen nega­ti­ven Fol­gen zu tra­gen. Hier­zu wer­den die poten­ti­el­len Risi­ken iden­ti­fi­ziert und bewer­tet. Nach einem mathe­­ma­­tisch- sta­tis­ti­schen Sys­tem ermit­telt, müs­sen die Unter­neh­men Tei­le ihres „Eigen­ka­pi­tals“ für die ein­ge­gan­ge­nen Risi­ken „reser­vie­ren“. Ist das gesam­te Eigen­ka­pi­tal durch Risi­ken „reser­viert“, so kön­nen dem Sys­tem nach kei­ne neu­en Risi­ken ein­ge­gan­gen wer­den. Bis die­ser Ansatz im Bau­be­reich umsetz­bar ist, wird sicher noch Zeit ver­ge­hen. Der Ansatz ist jedoch weg­wei­send und wird auf Dau­er auch in der kom­pli­zier­ten Bau­welt Ein­gang fin­den. Um den ers­ten Schritt in ein zum Unter­neh­men pas­sen­des Risi­ko­ma­nage­ment zu voll­zie­hen, bie­ten sich Semi­na­re zum Umgang mit ope­ra­ti­ven Risi­ken an. Ohne die exter­ne Unter­stüt­zung von Fach­leu­ten wird es schwie­rig, ein Sys­tem mit ver­tret­ba­rem Auf­wand zu finden.

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Pres­se­mit­tei­lun­gen

  • Die NEUERO-Farm- und För­der­tech­nik GmbH will sich mit­hil­fe eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens sanie­ren. Am 23.02.2022 stell­te die Geschäfts­füh­rung einen ent­spre­chen­den Antrag beim Amts­ge­richt Osna­brück. Das Gericht ent­sprach dem Antrag und ord­ne­te die vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung an.

  • Insol­venz­ver­fah­ren Deut­sche Licht­mie­te AG: Rund 20 Gesell­schaf­ten mit über 5.000 Anle­gern sind von der Insol­venz betrof­fen. Rechts­an­walt Sascha Borow­ski ver­tritt im Kapitalmarktrecht.

  • BBR Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­wäl­te hat das ers­te Restruk­tu­rie­rungs­ver­fah­ren eines Ein­zel­un­ter­neh­mers nach den neu­en StaRUG-Rege­lun­gen in Rhein­land-Pfalz erfolg­reich bera­ten und beglei­tet. Die plan­be­trof­fen Gläu­bi­ger nah­men am 28.10.2021 den Restruk­tu­rie­rungs­plan in allen Plan­grup­pen ein­stim­mig an und das AG Koblenz als Restruk­tu­rie­rungs­ge­richt bestä­tig­te den Plan noch im Abstimmungstermin.

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