Die aus­ufern­de Insol­venz­an­fech­tung stellt für den red­li­chen Unter­neh­mer ein ernst zu neh­men­des Pro­blem dar. Bei Insol­venz eines Kun­den ist schon ärger­lich genug, eine For­de­rung ganz oder teil­wei­se abschrei­ben zu müs­sen. Doch Insol­venz­ver­wal­ter for­dern immer häu­fi­ger Erlö­se auch zurück, die weit vor der Insol­venz erzielt wur­den. Zwei Drit­tel aller Unter­neh­men erhal­ten jedes Jahr ein ent­spre­chen­des Schrei­ben eines Insol­venz­ver­wal­ters. Nach einer Umfra­ge der deut­schen Credit-Mana­­ger liegt die Anfech­tungs­sum­me bei 40 Pro­zent der Unter­neh­men sogar höher als 100.000 Euro.

Nach­fol­gen­de Grund­sät­ze zur Mini­mie­rung von Anfech­tungs­ri­si­ken soll­ten bei der Raten­zah­lung beach­tet werden:

  • Die nach­weis­ba­re Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Gläu­bi­ger und Schuld­ner soll­te auf das Not­wen­di­ge redu­ziert und Dro­hun­gen mit Insol­venz­an­trä­gen oder nega­ti­ve Kom­men­ta­re über die Sol­venz des Schuld­ners soll­ten unter­las­sen werden.
  • Bei Abschluss einer Raten­zah­lung soll­te der Gläu­bi­ger auf die Erklä­rung des Schuld­ners drän­gen, er sei infol­ge der Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung in der Lage, sei­ne zukünf­tig fäl­li­gen Zah­lungs­pflich­ten zu erfüllen.
  • Wenn mög­lich: vor­schüs­si­ge Zah­lun­gen ver­ein­ba­ren, damit —  jeden­falls im Rah­men des Drei­mo­nats­zeit­raums — der Bar­ge­schäfts­ein­wand effek­tiv erho­ben wer­den kann.
  • Die Raten soll­ten so bemes­sen sein, dass sie den Schuld­ner nicht drang­sa­lie­ren und zu einer Nach­ver­hand­lung zwin­gen. Im Zwei­fel sind gerin­ge­re Beträ­ge und län­ge­re Lauf­zei­ten zu vereinbaren.
  • Eine Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung macht nur dann Sinn, wenn der Schuld­ner auch nach deren Abschluss einen gewis­sen Druck ver­spürt, die­se Abre­de ein­zu­hal­ten. Zu emp­feh­len ist folg­lich zunächst die Titu­lie­rung, ggf. durch Abga­be eines kos­ten­güns­ti­gen nota­ri­el­len Schuld­an­er­kennt­nis­ses zu Las­ten des Schuldners.
  • Ent­hält die Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung eine Ver­falls­klau­sel, soll­te dar­auf geach­tet wer­den, dass kein auto­ma­ti­scher Ver­fall bei Ver­zug ein­tritt, son­dern ledig­lich die Opti­on der Künd­bar­keit für den Gläu­bi­ger fixiert wird.
  • Vor­fäl­li­ge wei­te­re (Teil-)Zahlungen als Druck­zah­lun­gen des Schuld­ners sind zu ver­mei­den. Die­se sind inkon­gru­ent und damit anfechtbar.
  • Bemüht sich der Schuld­ner um eine Sanie­rung, soll­te sich der Gläu­bi­ger die­se Sanie­rungs­be­mü­hun­gen nach­weis­lich erklä­ren und bele­gen lassen.
  • Und immer wie­der nicht zu unter­schät­zen: Bürg­schaf­ten oder Garan­tien Drit­ter ein­for­dern, denn die­se blei­ben auch in der Insol­venz des Schuld­ners bestehen.

Den kom­plet­ten Arti­kel lesen Sie unter Markt und Mittelstand

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