• Antrag auf Eigenverwaltungsverfahren
  • Unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung bleibt bei Geschäftsleitung
  • Geschäfts­be­trieb und Pro­duk­ti­on sichergestellt
  • Fokus auf Kern­kom­pe­ten­zen in der zivi­len und mili­tä­ri­schen Luftfahrt

Egels­bach, 27. Novem­ber 2015. Röder Prä­zi­si­on GmbH stärkt die eige­ne Trans­for­ma­ti­on vom rei­nen Instand­hal­tungs­be­trieb zum Inno­va­ti­ons­un­ter­neh­men in der zivi­len und mili­tä­ri­schen Luft­fahrt. Das fami­li­en­geführ­te Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men ver­stärkt die tech­no­lo­gisch gepräg­ten Berei­che der Ober­flä­chen­be­hand­lung und Faser­ver­bund­werk­stof­fe. Für die Neu­aus­rich­tung wird das Egels­ba­cher Unter­neh­men im Zuge eines vor­aus­schau­end ange­leg­ten Sanie­rungs­pro­gramms umstruk­tu­riert. Dazu hat Geschäfts­füh­rer Erwin Feld­haus, nach ein­stim­mi­gem Gesell­schaf­ter­be­schluss, heu­te beim Amts­ge­richt Offen­bach den Antrag auf ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren gestellt. Das Amts­ge­richt ist dem Antrag gefolgt und unter­mau­ert damit den gewähl­ten Weg.

Durch die Aus­mus­te­rung des Tran­s­all-Tran­s­­por­t­­flu­g­­zeu­­ges aus dem Flug­be­trieb der Bun­des­wehr fällt dem Unter­neh­men künf­tig ein wesent­li­cher Umsatz weg. „Wir müs­sen uns stark ver­än­dern, um die­sen Ver­lust zu kom­pen­sie­ren und so wei­ter­hin pro­fi­ta­bel arbei­ten zu kön­nen. Das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren ist für alle Betei­lig­ten die bes­te Lösung“, erklärt Feldhaus.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutzt Röder Prä­zi­si­on GmbH die seit 2012 gel­ten­den Mög­lich­kei­ten einer Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. „Wir haben uns für die Anwen­dung des ESUG (Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men) bewusst ent­schie­den, weil die nach­hal­ti­ge Siche­rung von Arbeits­plät­zen und die Stär­kung des Unter­neh­mens­stand­orts Egels­bach obers­tes Ziel der Fami­lie Röder ist“, schil­dert Sven Schu­l­­te-Hil­­len, Part­ner der Kanz­lei Dechert LLP in Frank­furt und lang­jäh­ri­ger anwalt­li­cher Bera­ter des Unter­neh­mens und der Röder Familie.

Für die opti­ma­le Umset­zung die­ser Neu­aus­rich­tung beauf­trag­te Röder Prä­zi­si­on GmbH die Bera­tungs­ge­sell­schaft Bucha­lik Bröm­me­kamp. „Das Unter­neh­men hat vie­le Stamm­kun­den mit lang­fris­ti­gen Auf­trä­gen und tech­no­lo­gisch ein­zig­ar­ti­ge Pro­duk­te“, erklärt Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer Nils Aver­beck von Bucha­lik Bröm­me­kamp, der nun beginnt, mit Erwin Feld­haus den gewähl­ten Weg umzu­set­zen. Das Beson­de­re eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens ist, dass die unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung in den Hän­den der bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rung bleibt und die­se den Sanie­rungs­pro­zess selbst­stän­dig durch­füh­ren kann.

Die Eigen­ver­wal­tung hat einen wesent­li­chen Vor­teil: Die Geschäfts­füh­rung bleibt wei­ter­hin im Amt und kann die Geschi­cke des Unter­neh­mens wei­ter len­ken. Sie über­nimmt dabei die meis­ten Auf­ga­ben, die bis­lang von einem Insol­venz­ver­wal­ter wahr­ge­nom­men wur­den. Anstel­le eines Insol­venz­ver­wal­ters wird ein Sach­wal­ter bestellt, der haupt­säch­lich die Auf­ga­be hat, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prü­fen und die Geschäfts­füh­rung zu über­wa­chen. Als vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter bestell­te das Offen­ba­cher Amts­ge­richt Rechts­an­walt Dr. Georg Bern­sau von der Kanz­lei BBL Bern­sau Brock­dorff und Part­ner aus Frank­furt am Main, der sich nach der Antrag­stel­lung vor Ort einen ers­ten Über­blick ver­schafft hat. „Sowohl die Lie­fe­ran­ten als auch die Kun­den haben ihre Bereit­schaft zu einer wei­te­ren Zusam­men­ar­beit signa­li­siert. Das stimmt mich sehr zuver­sicht­lich, dass Röder mit der Eigen­ver­wal­tung den rich­ti­gen Weg zur Sanie­rung gewählt hat“, so Dr. Bernsau.

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