Sanie­rung der KL Meg­la macht deut­li­che Fortschritte

  • Gro­ßer Rück­halt der Kun­den und Lie­fe­ran­ten für den Sanierungsweg

Eitorf. 4. Sep­tem­ber 2019. Das Amts­ge­richt Bonn hat plan­mä­ßig das Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen der KL Meg­la GmbH in Eitorf eröff­net. Das Ver­fah­ren wird wei­ter­hin in der Eigen­ver­wal­tung durch­ge­führt. Damit erreicht die Neu­aus­rich­tung des Unter­neh­mens einen wesent­li­chen Mei­len­stein. Wei­te­re Fort­schrit­te erfol­gen nun auf Basis eines umfang­rei­chen Sanie­rungs­kon­zep­tes, das die Geschäfts­füh­rung mit der Wirt­schafts­be­ra­tung Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf der­zeit ent­wi­ckelt und das die Fort­füh­rung und die Ent­schul­dung der KL Meg­la auf­zei­gen wird. Der lau­fen­de Geschäfts­be­trieb wird der­weil unver­än­dert fort­ge­führt. Damit hat die KL Meg­la ihre ers­ten gesteck­ten Zie­le wäh­rend des Sanie­rungs­ver­fah­rens erreicht.

KL Meg­la ent­stammt eines bereits 1917 gegrün­de­ten Glas­­tech­­nik-Unter­­neh­­mens und wird noch heu­te fami­li­är geführt. Inzwi­schen ent­wi­ckel­te es sich im Lau­fe der Jah­re zu einem inter­na­tio­nal gefrag­ten Her­stel­ler von Metall-Glas­­sys­­te­­men. Neben hoch­wer­ti­gen Metall­sys­te­men für Türen, wie bei­spiels­wei­se Glas­dusch­tü­ren, fer­tigt das Unter­neh­men auch strom- und signal­füh­ren­de Beschläge.

„Mit der Eigen­ver­wal­tung ver­fol­gen wir das Ziel, das Unter­neh­men nach­hal­tig zu sanie­ren und wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­zu­stel­len. Unse­re Geschäfts­part­ner haben uns in vie­len Gesprä­chen zuge­si­chert, dass sie die­sen Sanie­rungs­weg mit uns gehen wer­den. Eini­ge Kun­den haben sogar Extra­auf­trä­ge erteilt, um uns zu unter­stüt­zen“, erklärt Peter Rei­ne­cke, der gemein­sam mit sei­nem Sohn Rafa­el David Rei­ne­cke das Fami­li­en­un­ter­neh­men lei­tet. Sanie­rungs­an­sät­ze wer­den unter ande­rem bei der Opti­mie­rung und der Anpas­sung der Pro­duk­ti­on, der Pro­dukt­pa­let­te und der Kos­ten­struk­tur ver­folgt. Fer­ner ist eine Neu­struk­tu­rie­rung des kauf­män­ni­schen Bereichs und eine Redu­zie­rung des Lager­be­stands geplant.

KL Meg­la hat­te Ende Mai die­ses Jah­res beim Amts­ge­richt Bonn einen Antrag auf ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren gestellt. „Wir schau­en opti­mis­tisch in die Zukunft. KL Meg­la stellt inno­va­ti­ve, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Pro­duk­te her. Das schät­zen die Kun­den und ist gefragt am Markt. Nach Ver­bes­se­rung der Unter­neh­mens­ab­läu­fe und Berei­ni­gung der Pro­dukt­pa­let­te kann es stär­ker denn je wei­ter­ge­hen“, erklärt Sanie­rungs­ex­per­te Dr. Utz Bröm­me­kamp, der das Unter­neh­men gemein­sam mit sei­nem Team wäh­rend des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens sowohl betriebs­wirt­schaft­lich als auch juris­tisch unter­stützt und die ope­ra­ti­ve Restruk­tu­rie­rung maß­geb­lich beglei­tet. Auch sei­tens des gericht­lich ein­ge­setz­ten Gläu­bi­ger­aus­schus­ses, der stell­ver­tre­tend die Inter­es­sen der Gläu­bi­ger im Rah­men des Ver­fah­rens wahr­nimmt, besteht voll­um­fäng­li­cher Zuspruch.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutzt KL Meg­la die seit März 2012 gel­ten­den Mög­lich­kei­ten einer Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. Danach bleibt die Geschäfts­füh­rung wei­ter­hin im Amt und kann selbst­stän­dig Sanie­rungs­maß­nah­men ent­wi­ckeln, die anschlie­ßend in einen Insol­venz­plan über­führt wer­den. Der Insol­venz­plan zeigt die Ent­schul­dung und Fort­füh­rung des Unter­neh­mens auf. Nach einer gericht­li­chen Über­prü­fung müs­sen sodann die betei­lig­ten Gläu­bi­ger die­sem Plan noch zustim­men. Die Geschäfts­füh­rung steht wäh­rend des Ver­fah­rens ledig­lich unter der Auf­sicht eines soge­nann­ten Sach­wal­ters. Das Bon­ner Amts­ge­richt hat – wie auch schon im vor­läu­fi­gen Ver­fah­ren — Rechts­an­walt Dirk Ober­mül­ler, Part­ner der über­re­gio­nal täti­gen Wirt­schafts­kanz­lei dhpg aus Bonn, als Sach­wal­ter bestellt.

Über KL Meg­la GmbH

KL Meg­la pro­du­ziert und ver­treibt in Eitorf hoch­wer­ti­ge Metall-Glas­­sys­­te­­me für den Welt­markt. Das Unter­neh­men blickt auf eine über 100jährige Fir­men­his­to­rie zurück und ist seit Beginn ein fami­li­en­geführ­ter Betrieb. Die 59 Mit­ar­bei­ter erwirt­schaf­ten einen jähr­li­chen Umsatz von rund 8,5 Mil­lio­nen Euro.

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