• Fast alle Arbeits­plät­ze konn­ten erhal­ten werden
  • AWO will bis­he­ri­ge Geschäfts­fel­der wei­ter ausbauen

 

Mül­heim an der Ruhr. 5. April 2018. Nun ist es amt­lich, das Amts­ge­richt Duis­burg hat das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren des Arbei­ter­wohl­fahrt Kreis­ver­ban­des Mül­heim an der Ruhr e.V. (AWO Kreis­ver­band Mül­heim) auf­ge­ho­ben. Damit ist die Sanie­rung inner­halb eines Insol­venz­ver­fah­rens erfolg­reich been­det wor­den und der Kreis­ver­band ist geret­tet. Nach­dem die Gläu­bi­ger den Insol­venz­plan Mit­te Janu­ar ein­stim­mig ange­nom­men hat­ten, konn­te der Weg für die Been­di­gung des Sanie­rungs­ver­fah­rens ein­ge­lei­tet wer­den. AWO-Geschäfts­­­füh­­rer Lothar Fink, Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer Vol­ker Schreck und die Düs­sel­dor­fer Kanz­lei und Unter­neh­mens­be­ra­tung Bucha­lik Bröm­me­kamp hat­ten den Insol­venz­plan ent­wi­ckelt. Er regelt die Ent­schul­dung des Ver­eins sowie die erfor­der­li­chen Sanie­rungs­maß­nah­men zum Fort­be­stehen der AWO.

Lothar Fink kann nun das Kapi­tel Insol­venz schlie­ßen und blickt posi­tiv in Rich­tung des Neu­starts des Wohl­fahrts­ver­ban­des. Beson­ders freut ihn, dass der Insol­venz­plan ein­stim­mig von den Gläu­bi­gern ange­nom­men wor­den war und 168 der 170 Arbeits­plät­ze geret­tet wer­den konn­ten. „Wir konn­ten die­se schwie­ri­ge Zeit meis­tern, weil unser Team zusam­men­ge­hal­ten hat und unse­re Gläu­bi­ger uns ihr Ver­trau­en schenk­ten. Dafür sind wir sehr dank­bar und dies stärkt uns für den wei­te­ren Weg“, erklärt Lothar Fink und fügt hin­zu, „mein Dank gilt allen Betei­lig­ten, die durch ihre Unter­stüt­zung zu die­sem Ergeb­nis bei­getra­gen haben.“

Es gab lei­der auch ein paar Ver­muths­trop­fen wäh­rend der Eigen­ver­wal­tung. „Der Ver­lust der Schu­len, der Schul­so­zi­al­ar­beit und der Flüch­lings­be­ra­tung waren und sind bit­te­re Ver­lus­te des Ver­fah­rens“, so Fink weiter.

Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer Schreck, der den AWO Kreis­ver­band Mül­heim nun wie­der ver­las­sen wird, sieht aber gute Chan­cen für die nach­hal­ti­ge Fort­füh­rung des Ver­eins: „Die Signa­le ste­hen auf grün. Nun gilt es die im Plan vor­ge­se­he­nen Sanie­rungs­maß­nah­men wei­ter umzu­set­zen.“ Dazu gehört unter ande­rem der Aus­bau bis­he­ri­ger Geschäftsfelder.

Der neu­en Vor­sit­zen­den Elke Domann-Jur­­kie­­wicz liegt die Begeg­nungs­stät­te für Senio­ren beson­ders am Her­zen, da sie die Ein­rich­tung seit 20 Jah­ren lei­tet und die Ein­rich­tung erhal­ten wer­den konn­te. Die Begeg­nungs­stät­te, die in den Stadt­teil hin­ein wirkt, spricht immer wie­der auch Migran­ten an und för­dert den Aus­tausch zwi­schen Jung und Alt. „Wir wer­den den Neu­start schaf­fen und ich freue mich über alle Ange­bo­te, die wir fort­füh­ren konn­ten und in Zukunft wei­ter aus­zu­bau­en wol­len. Die AWO wer­de aber auch die ver­lo­ren gegan­ge­nen Berei­che wie­der zurück­ge­win­nen“, so Elke Domann-Jurkiewicz.

Dar­über hin­aus wird sich der Wohl­fahrts­ver­band um die Arbeits­markt­dienst­leis­tun­gen bewer­ben, die von der Agen­tur für Arbeit oder der Sozi­al­agen­tur aus­ge­schrie­ben wer­den. Inner­halb des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens war dies nicht möglich.

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