Eine Insol­venz bedeu­tet in der Regel das Aus für die betrof­fe­nen Unter­neh­men – oder den Ver­kauf. Am Ende steht der Unter­neh­mer, der sei­ne Fir­ma oft mit viel Ein­satz und Herz­blut auf­ge­baut hat, in den meis­ten Fäl­len mit lee­ren Hän­den da. Die Alter­na­ti­ve zu die­sem Sze­na­rio ist eine Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. Um die­se Mög­lich­keit zu för­dern, hat der Gesetz­ge­ber im Herbst 2012 das Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men (kurz: ESUG) ver­ab­schie­det. Am 1. März 2012 ist das Gesetz in Kraft getre­ten. Wich­tigs­ter Punkt beim Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren: Die bis­he­ri­ge Geschäfts­füh­rung bleibt im Amt. Es ist also ein Insol­venz­ver­fah­ren ohne Insol­venz­ver­wal­ter. Anders als bei einer Regel­in­sol­venz soll das Unter­neh­men dem Unter­neh­mer erhal­ten wer­den. „Ziel der Reform ist es, die Sanie­rungs­chan­cen in Deutsch­land zu ver­bes­sern, Schuld­ner und Gläu­bi­ger in den Sanie­rungs­pro­zess glei­cher­ma­ßen ein­zu­be­zie­hen, allen Betei­lig­ten eine grö­ße­re Pla­nungs­si­cher­heit hin­sicht­lich des Ver­fah­rens­ab­laufs zu geben,  sowie das Insol­venz­plan­ver­fah­ren zu för­dern“, erklärt Robert Buch­a­lik von der Düs­sel­dor­fer Rechts- und Unter­neh­mens­be­ra­tung Buch­a­lik  Brömmekamp.

Nach Ein­füh­rung des Geset­zes habe die Eigen­ver­wal­tung nach anfäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten gro­ße Zustim­mung in der Wirt­schaft gefun­den, so Buch­a­lik. Im ver­gan­ge­nen Jahr sei­en von den 100 größ­ten Insol­venz­ver­fah­ren in Deutsch­land bereits knapp 70 Pro­zent Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren gewe­sen. „Doch immer noch zie­hen vie­le Unter­neh­mer ein Regel­in­sol­venz­ver­fah­ren vor, weil sie Irr­tü­mern unter­lie­gen“, sagt Robert Buch­a­lik, der fünf wesent­li­che Fehl­ein­schät­zun­gen zurechtrückt.

Die fünf Irr­tü­mer lesen Sie hier

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Pres­se­mit­tei­lun­gen

  • 25 Jah­re Sanie­rungs­be­ra­tung aus einer Hand! Gemein­sam mit unse­rer Schwes­ter­ge­sell­schaft ple­no­via fei­ern wir im Jah­re 2023 das Erfolgs­kon­zept der inte­grier­ten Bera­tung: Betriebs­wirt­schaft­li­che Kom­pe­tenz mit spe­zia­li­sier­ter Rechts­be­ra­tung und Rechts­ge­stal­tung auf allen Gebie­ten des Restrukturierungsrechts.

  • Die NEUERO-Farm- und För­der­tech­nik GmbH hat sich mit­hil­fe eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens erfolg­reich saniert. Das Fami­li­en­un­ter­neh­men, das rund 50 Mit­ar­bei­ten­de beschäf­tigt, hat­te am 23.02.2022 beim Amts­ge­richt Osna­brück ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren bean­tragt. Der Restruk­tu­rie­rungs­plan wur­de von den Gläu­bi­gern ein­stim­mig ange­nom­men und das Ver­fah­ren am 31.12.2022 aufgehoben.

  • Die Dücker-Grup­pe will ihre drei Gesell­schaf­ten Dücker Group GmbH, die Dücker con­vey­or sys­tems GmbH sowie die Dücker För­der-Sys­te­me GmbH durch ein Schutz­schirm­ver­fah­ren sanie­ren. Das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf stimm­te dem ent­spre­chen­den Antrag zu.

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