Die­se Zah­len spre­chen lei­der für sich: Mehr als 20 000 Unter­neh­men bean­tra­gen jähr­lich in Deutsch­land ein Insol­venz­ver­fah­ren. Dabei wer­den regel­mä­ßig Wer­te zwi­schen 20 und 40 Mil­li­ar­den Euro und mehr als 100 000 Arbeits­plät­ze ver­nich­tet. Die meis­ten insol­ven­ten Unter­neh­men wer­den liqui­diert oder ver­kauft. Die Grün­de kön­nen dar­in lie­gen, dass sie zu spät einen Insol­venz­an­trag stell­ten oder die Sanie­rungs­mög­lich­kei­ten in der Eigen­ver­wal­tung nicht genutzt haben.

Frisch­back hat die Eigen­ver­wal­tung als Sanie­rungs­chan­ce erfolg­reich ergriffen

Wie es bes­ser geht, zeigt anschau­lich das Bei­spiel der Thü­rin­ger Fri­sch­­back-Grup­­pe, bestehend aus der frisch­Back GmbH Arn­stadt, der Arn­städ­ter Land­brot­bä­cke­rei GmbH und der Back­spe­zia­li­tä­ten GmbH Thü­rin­gen. Frisch­back betreibt 120 Filia­len und beschäf­tigt 821 Mit­ar­bei­ter. Auf­grund von Liqui­di­täts­pro­ble­men hat­te die Grup­pe am 10. August 2017 für alle drei Unter­neh­men Insol­venz­an­trä­ge in Eigen­ver­wal­tung gestellt. Inzwi­schen ist die Kri­se über­wun­den: Die Sanie­rungs­ver­fah­ren wur­den Ende April 2018 nach einer ein­stim­mi­gen dies­be­züg­li­chen Ent­schei­dung der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung aufgehoben.

Im Ein­klang mit den Gläu­bi­gern zum bes­ten Ergebnis

Wie ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren die Gläu­bi­ger kon­struk­tiv – im Sin­ne aller Betei­lig­ten – mit ein­be­zieht, macht der Fall der Grup­pe deut­lich: In den ins­ge­samt drei Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren der Bäcke­rei­grup­pe Frisch­back haben die Gläu­bi­ger die Insol­venz­plä­ne ein­stim­mig ange­nom­men. Der Gläu­bi­ger­aus­schuss – und ins­be­son­de­re die sehr enga­gier­te Com­merz­bank AG – stan­den dabei nicht nur voll­um­fäng­lich hin­ter dem Sanie­rungs­kon­zept, son­dern haben auch ihre eige­nen Erfah­run­gen pro­duk­tiv in die gemein­sa­me Erar­bei­tung die­ses Ergeb­nis­ses ein­ge­bracht So konn­te sich die Grup­pe – im Ein­klang mit den Gläu­bi­gern – wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­stel­len und ihrem Anspruch als regio­na­ler Hand­werks­bä­cker nun noch bes­ser gerecht wer­den. Mit der Ver­stär­kung durch einen bran­chen­er­fah­re­nen Ver­triebs­ge­schäfts­füh­rer wird die­ser Weg in den kom­men­den Jah­ren nach­hal­tig fort­ge­führt und ver­tieft werden.

Zum kom­plet­ten Arti­kel im PT-Maga­­zin “Sanie­rungs­chan­cen erfolg­reich genutzt: Wie Frisch­back die Kri­se meisterte”

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