Mit dem Inkraftt­tre­ten des ESUG im März 2012 hat eine neue Zeit­rech­nung ange­fan­gen. Insol­venz­ver­wal­ter ent­de­cken sich selbst als Bera­ter und Bera­ter wil­dern in den Fel­dern vor­ma­lig reser­vier­ter Ter­rains – und die Aus­gangs­fra­ge, sind Nicht-Juris­­ten die bes­se­ren Sanie­rer?, stellt sich neu: Gefragt sind nun unter­neh­me­risch den­ken­de und betriebs­wirt­schaft­lich aus­ge­wie­se­ne Per­so­nen, die in bran­chen­über­grei­fen­den Teams ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te eines Unter­neh­mens des­sen lang­fris­ti­ge und nach­hal­ti­ge Sanie­rung pla­nen und auch ope­ra­tiv umset­zen. Also nicht unbe­dingt die Hei­mat von Juris­ten, aber ganz ohne sie wird es ange­sichts der kom­ple­xen recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen auch lang­fris­tig nicht gehen.

Bozi­dar Rad­ner schreibt in der return, war­um es nicht ohne ope­ra­ti­ve Sanie­rung geht: So wie der Arzt im Kran­ken­haus die Orga­ni­sa­ti­on, Infra­struk­tur und Ver­wal­tung benö­tigt, um den Pati­en­ten zu hei­len, so benö­ti­gen auch Kauf­leu­te, Betriebs­wir­te und Inge­nieu­re die Juris­ten. Letzt­lich geht es aber eben um den Pati­en­ten, in unse­rem Fall um Unter­neh­men, wel­che wie­der gene­sen sol­len. Und die Behand­lung, oft­mals sogar Ope­ra­ti­on, soll­te dabei auch tun­lichst der Arzt und nicht der Kli­nik­ver­wal­ter durchführen…

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Pres­se­mit­tei­lun­gen

  • Die NEUERO-Farm- und För­der­tech­nik GmbH will sich mit­hil­fe eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens sanie­ren. Am 23.02.2022 stell­te die Geschäfts­füh­rung einen ent­spre­chen­den Antrag beim Amts­ge­richt Osna­brück. Das Gericht ent­sprach dem Antrag und ord­ne­te die vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung an.

  • BBR Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­wäl­te hat das ers­te Restruk­tu­rie­rungs­ver­fah­ren eines Ein­zel­un­ter­neh­mers nach den neu­en StaRUG-Rege­lun­gen in Rhein­land-Pfalz erfolg­reich bera­ten und beglei­tet. Die plan­be­trof­fen Gläu­bi­ger nah­men am 28.10.2021 den Restruk­tu­rie­rungs­plan in allen Plan­grup­pen ein­stim­mig an und das AG Koblenz als Restruk­tu­rie­rungs­ge­richt bestä­tig­te den Plan noch im Abstimmungstermin.

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