Weil sich die Prä­mi­en­spar­ver­trä­ge für die Spar­kas­sen zu einem her­ben Ver­lust­ge­schäft ent­wi­ckeln, kün­di­gen die Geld­häu­ser mas­sen­haft ihren Kun­den die lukra­ti­ve Spar­form. Über 40 Insti­tu­te wol­len sich bun­des­weit von den Spar­ver­trä­gen tren­nen oder haben schon den dras­ti­schen Schritt voll­zo­gen. Dabei stüt­zen sie sich bei der Kün­di­gung viel­fach auf ein BGH-Urteil. „Recht­lich steht das Vor­ge­hen auf wacke­li­gen Füßen“, so Sascha Borow­ski, Fach­an­walt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

Die Hälf­te der Ein­zah­lung als zusätz­li­che Prämie

Zahl­rei­che Spar­kas­sen haben ihren Kun­den den Abschluss soge­nann­ter Prä­mi­en­spar­ver­trä­ge ange­bo­ten. Zusätz­lich zu dem (oft varia­bel) ver­ein­bar­ten Zins erhiel­ten die Kun­den eine zusätz­li­che Prä­mie. Die­se erhöh­te sich kon­ti­nu­ier­lich wäh­rend der Lauf­zeit des Vertrages.

Die Kun­den zahl­ten bei sol­chen Ver­trä­gen monat­lich einen gleich­blei­ben­den Betrag und beka­men jähr­lich Prä­mi­en zusätz­lich zu dem Zins. Die Ver­trä­ge sehen oft eine Höchst­stu­fe der Prä­mie von 50 % der Ein­zah­lung vor, wel­che der Spa­rer im Jahr leis­tet. Wäh­rend der ver­ein­bar­te Zins in die­sen Ver­trä­gen auf­grund der Null-Zin­s­­po­­li­­tik der EZB bei Null liegt, ist die Prä­mie für den Spa­rer der attrak­ti­ve­re, aber für die Spar­kas­se der teu­re­re Teil des Vertrages.

Zig­tau­sen­de Ver­trä­ge wur­den inzwi­schen von ver­schie­de­nen Spar­kas­sen gekün­digt, dar­un­ter auch von der Münch­ner Stadt­spar­kas­se, der Kreis­spar­kas­se Bit­­burg-Prüm, der Spar­kas­se Erding-Dor­­f­en, der Wart­bur­ger Spar­kas­se, der Spar­kas­se Saar­brü­cken und der Spar­kas­se Vest Recklinghausen.

BGH-Urteil nicht übertragbar

Die meis­ten Spar­kas­sen ver­wei­sen in ihren Kün­di­gungs­schrei­ben auf eine BGH-Ent­­­schei­­dung aus dem Jahr 2019. Der kla­gen­de Spa­rer hat­te sich gegen die Kün­di­gung zur Wehr gesetzt, unter­lag aller­dings vor dem obers­ten deut­schen Gericht. Der vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­ne Fall kann auf die Spar­ver­trä­ge der der­zei­ti­gen Kün­di­gungs­wel­len nicht eins zu eins über­tra­gen wer­den. „Erhält ein Kun­de die Kün­di­gung sei­nes Prä­mi­en­spar­ver­tra­ges, soll­te er sich schnellst­mög­lich Rechts­rat ein­ho­len, da die Spar­ver­trä­ge zum Teil sogar bei ein und dem­sel­ben Insti­tut unter­schied­lich aus­ge­stal­tet sind“, so Rechts­an­walt Borow­ski von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp in Düs­sel­dorf. Bei Ver­trä­gen mit einer fes­ten Lauf­zeit ist eine vor­zei­ti­ge Kün­di­gung mehr als zwei­fel­haft, wes­halb eine Über­prü­fung der Kün­di­gung in jedem Fall rat­sam ist.

Unre­gel­mä­ßig­kei­ten bei der Verzinsung

Auch bei der Ver­zin­sung sol­cher Ver­trä­ge konn­ten zwi­schen­zeit­lich Unre­gel­mä­ßig­kei­ten fest­ge­stellt wer­den, wes­halb auch die­se über­prüft wer­den soll­te. Bis­he­ri­ge Über­prü­fun­gen haben mit­un­ter fünf­stel­li­ge Abwei­chun­gen von den gezahl­ten Beträ­gen ergeben.

Über die Kanz­lei Bucha­lik Brömmekamp

Seit über zehn Jah­ren ver­tritt Rechts­an­walt Sascha Borow­ski (Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht) von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp erfolg­reich Inves­to­ren sowohl bei der Abwehr von For­de­run­gen durch den Insol­venz­ver­wal­ter als auch bei der Durch­set­zung von Ansprü­chen geschä­dig­ter Investoren.

Die Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp zählt zu den mark­füh­ren­den Insol­­venz- und Sanie­rungs­be­ra­tern und wur­de viel­fach, so u.a. vom FOCUS zur TOP Wirt­schafts­kanz­lei im Bereich Insol­venz & Sanie­rung ausgezeichnet.

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