• 70 Arbeits­plät­ze sind gerettet
  • Bucha­lik Bröm­me­kamp erstell­te Insolvenzplan

Köln, 15. April 2014. Die Wil­helm Rasch GmbH & Co. KG Spe­zi­al­ma­schi­nen­fa­brik, Köln, hat sich mit Hil­fe eines Schutz­schirm­ver­fah­rens saniert. Das Köl­ner Amts­ge­richt hob das Ver­fah­ren heu­te auf. Damit ist die Ret­tung des tra­di­ti­ons­rei­chen Köl­ner Maschi­nen­bau­ers gelun­gen und die Arbeits­plät­ze der knapp 70 Mit­ar­bei­ter sind gesi­chert. Der Welt­mark­füh­rer von Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen für Scho­ko­la­den­hohl­kör­per hat­te Ende Sep­tem­ber 2013 wegen dro­hen­der Zah­lungs­un­fä­hig­keit einen Antrag auf ein Insol­venz­ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung unter einem Schutz­schirm gestellt. Bereits im Febru­ar 2014 stimm­ten die Gläu­bi­ger dem Insol­venz­plan zu, den das Unter­neh­men zusam­men mit der Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp ent­wi­ckelt hatte.

In knapp sechs Mona­ten haben Geschäfts­füh­re­rin Tina Ger­fer und Sanie­­rungs-geschäfts­­­füh­­rer Dr. Micha­el Lojow­sky von Bucha­lik Bröm­me­kamp die Wen­de geschafft. „Der Erfolg die­ses Insol­venz­ver­fah­rens in Eigen­ver­wal­tung beruht in hohem Maße auf dem Ver­trau­en der Kun­den und Lie­fe­ran­ten in das Unter­neh­men, dem selbst­lo­sen Ein­satz der Mit­ar­bei­ter und auf der pro­fes­sio­nel­len Zusam­men­ar­beit mit dem Sach­wal­ter und dem Gericht“, erläu­tert Dr. Lojow­sky. Wäh­rend der Sanie­rung hat­te Rasch sei­ne Ver­triebs­ak­ti­vi­tä­ten deut­lich aus­ge­baut, die Her­stel­lungs­kos­ten gesenkt und die Pro­duk­ti­ons­steue­rung opti­miert. „Dass Rasch wie­der eine Zukunft hat, ver­dan­ken wir vor allem unse­ren Stamm­kun­den, deren Ver­trau­en in unse­re Stär­ken nie nach­ge­las­sen hat“, so Tina Ger­fer. Die Geschäfts­füh­re­rin lei­tet den Fami­li­en­be­trieb bereits in drit­ter Genera­ti­on und hat­te sich früh­zei­tig für den Weg der Sanie­rung durch Insol­venz entschieden.

Der Insol­venz­plan konn­te sehr schnell und rei­bungs­los mit dem vom Amts­ge­richt Köln ein­ge­setz­ten Sach­wal­ter Ste­phan Michels (Michels Rechts­an­wäl­te, Müns­ter) abge­stimmt wer­den. „Der Ver­fah­rens­ver­lauf zeigt deut­lich, wel­che posi­ti­ven Effek­te die refor­mier­te Insol­venz­ord­nung einem markt­fä­hi­gen Unter­neh­men für die Sanie­rung brin­gen kann. Die Wei­chen für eine erfolg­rei­che Zukunft des Unter­neh­mens sind gestellt“, resü­miert Ste­phan Michels. Mit dem Schutz­schirm­ver­fah­ren nutz­te Rasch eine neue Mög­lich­keit der Insol­venz­ord­nung, die erst 2012 in Kraft trat. Ziel des Ver­fah­rens ist es, das Unter­neh­men zu erhal­ten und es nicht zu zer­schla­gen. Dazu erstellt das Unter­neh­men unter Auf­sicht eines vor­läu­fi­gen Sach­wal­ters einen Insol­venz­plan, in dem die Ent­schul­dung und Fort­füh­rung des Unter­neh­mens auf­ge­zeigt wird und dem die Gläu­bi­ger zustim­men müssen.

Nach der Ver­fah­rens­auf­he­bung kann Rasch wie­der mit gefüll­ten Auf­trags­bü­chern gestärkt nach vorn bli­cken. Wäh­rend Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer Dr. Micha­el Lojow­sky die Geschäfts­füh­rung ver­las­sen wird, ver­bleit Tina Ger­fer in der Geschäfts­lei­tung und wird das Unter­neh­men wei­ter­füh­ren. Sach­wal­ter Ste­phan Michels wird die Unter­neh­mens­lei­tung bis zur Erfül­lung des Insol­venz­plans überwachen.

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