• Geschäfts­be­trieb läuft voll­um­fäng­lich weiter
  • Sämt­li­che Restau­ra­ti­ons­be­trie­be blei­ben geöffnet

 

Düs­sel­dorf. 12. Mai 2017. Die Sto­ck­heim-Grup­­pe will die im ver­gan­ge­nen Jahr ein­ge­lei­te­ten Sanie­rungs­ak­ti­vi­tä­ten beschleu­ni­gen und hat dazu beim Amts­ge­richt Düs­sel­dorf einen Antrag auf Ein­lei­tung eines vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­fah­rens in Eigen­ver­wal­tung gestellt. Das Amts­ge­richt hat den Anträ­gen statt­ge­ge­ben und die vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. Im Rah­men des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens sol­len die Gesell­schaf­ten Stock­heim GmbH & Co KG, Stock­heim Sys­tem­gas­tro­no­mie GmbH & Co KG, Stock­heim (Hbf-Köln) GmbH, Restau­ra­ti­ons­be­trie­be Stock­heim GmbH & Co KG, Stock­heim Cate­ring Ham­burg GmbH und HAGATEC Koor­di­na­ti­on & Pla­nung GmbH & Co. KG umfas­send saniert und wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­ge­stellt wer­den. Dr. Biner Bähr, Part­ner der Kanz­lei White & Case Insol­venz GbR, wur­de zum vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter bestellt. Die sechs Stock­heim­un­ter­neh­men wer­den in dem Ver­fah­ren von der Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf betriebs­wirt­schaft­lich und recht­lich bera­ten. Dar­über hin­aus ergän­zen Dr. Utz Bröm­me­kamp (Stock­heim GmbH & Co. KG), Dani­el Meintz (Stock­heim Sys­tem­gas­tro­no­mie GmbH & Co. KG und Stock­heim (Hbf-Köln) GmbH) sowie Dr. Adri­an Böl­in­gen (Restau­ra­ti­ons­be­trie­be Stock­heim GmbH & Co. KG und Stock­heim Cate­ring Ham­burg GmbH) die jewei­li­gen Geschäfts­lei­tun­gen als Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer. Wäh­rend des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens wer­den sämt­li­che Ver­kaufs­stel­len und Restau­ra­ti­ons­be­trie­be wei­ter­hin geöff­net blei­ben. Der Geschäfts­be­trieb des Unter­neh­mens wird dar­über hin­aus voll­um­fäng­lich fortgeführt.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutzt Stock­heim die seit dem 1. März 2012 gel­ten­den Mög­lich­kei­ten einer Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. Es han­delt sich dabei nicht um eine Insol­venz im klas­si­schen Sinn, son­dern um ein Sanie­rungs­ver­fah­ren mit dem obers­ten Ziel des Unter­neh­mens­er­halts und der Unter­neh­mens­fort­füh­rung. Die Geschäfts­füh­rung bleibt wei­ter­hin im Amt und führt die Sanie­rungs­maß­nah­men selbst­stän­dig durch.

„Wir haben bereits im letz­ten Jahr begon­nen, die Kos­ten im Unter­neh­men zu sen­ken und so an unse­ren Umsatz anzu­pas­sen. Wir müs­sen aller­dings erken­nen, dass die­se Maß­nah­men nicht aus­rei­chen, um die Sto­ck­heim-Grup­­pe wie­der pro­fi­ta­bel auf­zu­stel­len. Des­halb wer­den wir den ein­ge­schla­ge­nen Weg der Restruk­tu­rie­rung mit dem Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren fort­set­zen“, erklärt Geschäfts­füh­rer Sven Stein­kuhl. Mit der Anpas­sung will sich das Unter­neh­men zudem stär­ker an geän­der­ten Kun­den­wün­schen im Gas­tro­no­mie­be­reich aus­rich­ten und die begon­ne­ne Fokus­sie­rung auf die Kern­be­rei­che Event-Cate­­ring sowie Messe‑, Kon­­gress- und Sys­tem­gas­tro­no­mie wei­ter fort­set­zen. „Stock­heim bewegt sich einer­seits in einem star­ken Wett­be­werb, ande­rer­seits ist unser Markt­um­feld mit­tel­fris­tig sta­bil und zeigt einen posi­ti­ven Trend. Die­se Chan­ce wer­den wir nut­zen. Dazu wer­den wir unser Geschäfts­mo­dell noch­mals über­prü­fen und wo nötig, Anpas­sun­gen vor­neh­men. Ins­be­son­de­re die pro­fi­ta­blen Geschäfts­seg­men­te ste­hen dabei im Mit­tel­punkt“, beschreibt Geschäfts­füh­rer Özgür Günes die nächs­ten Schritte.

In den nächs­ten Wochen wird das Unter­neh­men zusam­men mit dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp einen Sanie­rungs­plan erar­bei­ten, in dem die Ent­schul­dung und nach­hal­ti­ge Fort­füh­rung des Unter­neh­mens auf­ge­zeigt wird. Dem Plan müs­sen die Gläu­bi­ger zustim­men. „Die wesent­li­chen Gläu­bi­ger von Stock­heim unter­stüt­zen den nun­mehr ein­ge­schla­ge­nen Sanie­rungs­weg. Das stimmt mich sehr zuver­sicht­lich, zumal auch die Mit­ar­bei­ter die Sanie­rung mit viel Enga­ge­ment beglei­ten“, so Sanie­rungs­ex­per­te Dr. Utz Bröm­me­kamp, der gute Chan­cen für die erfolg­rei­che Unter­neh­mens­fort­füh­rung sieht.

Die Sto­ck­heim-Grup­­pe erwirt­schaf­te­te zuletzt einen Umsatz von rund 70 Mio. Euro und beschäf­tigt rund 750 Mit­ar­bei­ter in Düs­sel­dorf, Ham­burg, Köln und Münster/Osnabrück. Die Mit­ar­bei­ter sind in meh­re­ren Betriebs­ver­samm­lun­gen über den Antrag infor­miert wor­den. Die Löh­ne und Gehäl­ter sind für die nächs­ten drei Mona­te über das Insol­venz­geld abgesichert.

Wäh­rend des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens wird die Geschäfts­füh­rung durch das Amts­ge­richt, einem noch kurz­fris­tig zu instal­lie­ren­den Gläu­bi­ger­aus­schuss sowie durch einen Sach­wal­ter beauf­sich­tigt, um etwai­ge Benach­tei­li­gun­gen der Gläu­bi­ger zu ver­hin­dern. Die­se Auf­ga­be über­nimmt Dr. Biner Bähr. „Stock­heim hat mit dem Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren den rich­ti­gen Weg für das Unter­neh­men gewählt, um die Sanie­rung im Inter­es­se aller Betei­lig­ten schnell und erfolg­reich umzu­set­zen“, so der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter Dr. Biner Bähr, der sich nach der Antrags­stel­lung des Unter­neh­mens vor Ort einen ers­ten Über­blick ver­schafft hatte.

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