Stu­die: Die neue Insolvenzordnung

Betei­lig­te bewer­ten die neue Insol­venz­ord­nung (ESUG) positiv

Die neue Insol­venz­ord­nung habe gute Aus­sich­ten, die Sanie­rungs­chan­cen für Unter­neh­men zu ver­bes­sern, sagen betrof­fe­ne Unter­neh­mer, Gläu­bi­ger und Insol­venz­ver­wal­ter. Die Gerich­te aller­dings erwar­ten stei­gen­de Anfor­de­run­gen. Das ist das Ergeb­nis einer aktu­el­len Studie.

Das Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men (ESUG) ist da. Doch was heißt das für die Betei­lig­ten? Bucha­lik Bröm­me­kamp und Markt und Mit­­­tel­­stand-Rese­­arch haben die Betrof­fe­nen im Rah­men einer Stu­die befragt: Wäh­rend Gerich­te stei­gen­de Anfor­de­run­gen befürch­ten, erwar­ten die Gläu­bi­ger eine deut­li­che Ver­än­de­rung der Sanie­rungs­kul­tur. Die befrag­ten Insol­venz­ver­wal­ter sehen bes­se­re Chan­cen, das Unter­neh­men zu erhalten.

Das Echo ist über­wie­gend posi­tiv: Die Sanie­rung im Schutz des Insol­venz­ver­fah­rens wird durch die gesetz­li­chen Ände­run­gen für alle Betei­lig­ten plan- und bere­chen­ba­rer, loben die Insol­venz­ver­wal­ter. Die Gläu­bi­ger sehen ihre Posi­ti­on gestärkt und wol­len die ihnen nun zuge­wie­se­ne akti­ve Rol­le auch anneh­men. Aber auch die Schuld­ner pro­fi­tie­ren von den Neu­re­ge­lun­gen: Zum ers­ten Mal bezieht der Gesetz­ge­ber die betrieb­li­chen Pro­ble­me eines Unter­neh­mens in sei­ne Über­le­gun­gen ein und hat mit dem Schutz­schirm­ver­fah­ren einen star­ken Anreiz zu einer frü­hen Insol­venz­an­trag­stel­lung geschaf­fen. Lei­se Kri­tik äußern ein­zig die Insol­venz­ge­rich­te. Sie befürch­ten durch die erwei­ter­ten Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten Pro­ble­me bei der prak­ti­schen Umset­zung der Rege­lung. Das sind die Ergeb­nis­se einer aktu­el­len Stu­die von Bucha­lik Bröm­me­kamp und Markt und Mit­­­tel­­stand-Rese­­arch, für die alle Insol­venz­be­tei­lig­ten inten­siv befragt wor­den sind.

„Der stär­ke­re Ein­fluss der Gläu­bi­ger auf die Aus­wahl des Insol­venz­ver­wal­ters und einem erleich­ter­ten und bereits in das Eröff­nungs­ver­fah­ren vor­ver­la­ger­ten Zugang zur Eigen­ver­wal­tung sind die wich­tigs­ten Bestand­tei­le der Insol­venz­rechts­re­form“, sagt Robert Bucha­lik, Rechts­an­walt und Part­ner bei der Bucha­lik Bröm­me­kamp. Mehr Fle­xi­bi­li­tät im Insol­venz­ver­fah­ren bie­ten dar­über hin­aus die stark ein­ge­schränk­ten Mög­lich­kei­ten zur Ver­hin­de­rung des Insol­venz­plans und die Umwand­lun­gen von For­de­run­gen in Unter­neh­mens­an­tei­le (Debt-Equi­­ty-Swap). „Für das Manage­ment einer Gesell­schaft wird es plan­ba­rer, eine Sanie­rung im Insol­venz­ver­fah­ren weit­ge­hend selbst zu steu­ern“, ergänzt Axel Rose, der die Stu­die für Markt und Mit­­­tel­­stand-Rese­­arch ver­ant­wor­tet hat.

Die Sor­gen der Gerich­te hält Sanie­rungs­ex­per­te Bucha­lik für berech­tigt, aber bewäl­tig­bar: „Die prak­ti­sche Umset­zung der gesetz­li­chen Neu­re­ge­lun­gen erfor­dert viel Know-how, Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und eine Ent­schei­dungs­fin­dung zum rich­ti­gen Zeit­punkt.“ Die früh­zei­ti­ge Vor­be­rei­tung der Anspra­che der wich­tigs­ten Sta­ke­hol­der ist für eine erfolg­rei­che Bewäl­ti­gung des Ver­fah­rens des­halb ent­schei­dend. Wenn dies aber berück­sich­tigt wird, eröff­net das neue Insol­venz­recht eine ech­te zwei­te Chan­ce, stärkt den Wirt­schafts­stand­ort Deutsch­land und ent­zieht dem ver­ein­zelt auf­ge­tre­te­nen Aus­wei­chen in ande­re Rechts­sys­te­me die Grundlage.

Aus­zug aus der Studie.

Die kom­plet­te Stu­die kön­nen Sie unter www.marktundmittelstand.de/studien zum Preis von 38 Euro bestellen.

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