• Bucha­lik Bröm­me­kamp ent­wi­ckelt Sanierungskonzept
  • Sanie­rungs­ex­per­te Nils Aver­beck unter­stützt die Geschäfts­füh­rung wäh­rend des Verfahrens

Augustdorf/Bad Bent­heim, 23. Sep­tem­ber 2016. Die Teu­­to-Glas­­ver­­e­de­­lung GmbH (August­dorf) und die Teu­­to-Glas GmbH & Co. KG (Bad Bent­heim) haben beim Amts­ge­richt Det­mold einen Antrag auf Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens ver­bun­den mit einem Antrag auf Eigen­ver­wal­tung gestellt. Das Amts­ge­richt hat die­sem Antrag ent­spro­chen und eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. Damit kann der Geschäfts­füh­rer Micha­el Dob­be die Geschi­cke der bei­den Unter­neh­men wei­ter­hin len­ken. Der Geschäfts­be­trieb, ins­be­son­de­re die Pro­duk­ti­on und Lie­fe­rung läuft in vol­lem Umfang wei­ter. Die Teu­­to-Glas­­ver­­e­de­­lung und Teu­­to-Glas pro­du­zie­ren vor­nehm­lich Iso­lier­glas für den Fen­s­­ter- und Fassadenbau.

Als vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter hat das Det­mol­der Amts­ge­richt Rechts­an­walt Ste­fan Mey­er von PLUTA Rechts­an­wäl­te bestellt. Betriebs­wirt­schaft­lich und juris­tisch wird das Unter­neh­men durch Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf bera­ten, die bereits in den letz­ten Jah­ren eine Viel­zahl von Unter­neh­men in ver­gleich­ba­rer Lage erfolg­reich durch eine Pla­nin­sol­venz in Eigen­ver­wal­tung geführt hat. Der insol­ven­z­er­fah­re­ne Sanie­rungs­ex­per­te Nils Aver­beck, eben­falls von Bucha­lik Bröm­me­kamp, wird die Unter­neh­mens­lei­tung der Teu­­to-Glas­­ver­­e­de­­lung im Ver­fah­ren vor Ort unterstützen.

„Die Eigen­ver­wal­tung ermög­licht uns, die not­wen­di­gen Sanie­rungs­maß­nah­men zu ergrei­fen und das Unter­neh­men bei voll­stän­di­ger Lie­fer­si­cher­heit für unse­re Kun­den sta­bil für die Zukunft aus­zu­rich­ten“, so der Geschäfts­füh­rer Micha­el Dob­be. Für die rund 150 Mit­ar­bei­ter, die in einer Betriebs­ver­samm­lung über den Antrag infor­miert wur­den, sind über das Insol­venz­geld die Löh­ne und Gehäl­ter für die nächs­ten drei Mona­te sichergestellt.

Es gilt nun, so der Sanie­rungs­ex­per­te Aver­beck: „das Unter­neh­men in den schwie­ri­gen Zei­ten in der Glas­in­dus­trie wie­der in ruhi­ges Fahr­was­ser zu füh­ren. Es wird kein leich­ter Weg, aber er ist rea­li­sier­bar und ich bin zuver­sicht­lich.“ Hin­ter­grund der wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge ist die nahe­zu Ver­dop­pe­lung des Roh­glas­prei­ses, der zu einer mas­si­ven Mar­gen­re­du­zie­rung geführt hat. Da weder die Mehr­kos­ten an die Kun­den wei­te­re­ge­ge­ben wer­den kön­nen, noch die bis­he­ri­gen Sanie­rungs­maß­nah­men die Ver­lus­te auf­fan­gen konn­ten, hat sich die Geschäfts­füh­rung zu einer Restruk­tu­rie­rung im Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren ent­schlos­sen. Damit sol­len die bei­den Unter­neh­men wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­ge­stellt wer­den. Die Unter­neh­mens­grup­pe hat­te dar­über hin­aus vor vier Jah­ren erheb­lich inves­tiert, um die Betrie­be zukunfts­ori­en­tiert aus­zu­rich­ten. Letzt­end­lich führt der zuneh­men­de Import von Fens­tern und Glas aus Ost­eu­ro­pa zu einem Über­an­ge­bot an Iso­lier­glas bei einer der­zeit gut lau­fen­den Bau­kon­junk­tur. „Wir hof­fen, dass die Gläu­bi­ger, ins­be­son­de­re die Kre­dit­ge­ber, Lie­fe­ran­ten und Kun­den sowie die Poli­tik und die gesam­te Regi­on Fin­ger­spit­zen­ge­fühl, Enga­ge­ment und Wil­len auf­brin­gen, um die Sanie­rung erfolg­reich mit zu gestal­ten“, ergänzt Geschäfts­füh­rer Dob­be und wei­ter “Es gilt jetzt die vor­über­ge­hend schwie­ri­ge Zeit zu über­win­den, um neu aus­ge­rich­tet die Zukunft wei­ter­hin gemein­sam zu gestalten.“

In der Eigen­ver­wal­tung wird vom Amts­ge­richt ein Sach­wal­ter bestellt, der die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners prüft und die Geschäfts­füh­rung über­wacht. Die Auf­ga­be als vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter über­nimmt Rechts­an­walt Ste­fan Mey­er: „Es han­delt sich hier um zwei inter­es­san­te Unter­neh­men, die tech­no­lo­gisch gut auf­ge­stellt sind, weil in den letz­ten Jah­ren sinn­voll inves­tiert wur­de. Wir müs­sen auf die Markt­schwä­che und die erheb­li­chen Pro­ble­me auf­grund der zu hohen Prei­se auf der Beschaf­fungs­sei­te reagie­ren und jetzt die rich­ti­gen Restruk­tu­rie­rungs­maß­nah­men einleiten.“

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