Die Sanie­rung der Deut­schen Mecha­tro­nics GmbH hat einen wei­te­ren Mei­len­stein erreicht. Das Amts­ge­richt Bonn eröff­ne­te das Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen des Unter­neh­mens und hat zugleich die Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. Damit kön­nen die Sanie­rungs­maß­nah­men zum Erhalt des Unter­neh­mens durch den Geschäfts­füh­rer Wolf­gang Deinhard und den Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer Hans Frit­sche von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp wei­ter­hin unter Auf­sicht des Sach­wal­ters umge­setzt wer­den. Zum Sach­wal­ter wur­de Dirk Ober­mül­ler von der Bon­ner Kanz­lei DHPG ernannt, der bereits als vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter bestellt war. Die Pro­duk­ti­on und die Aus­lie­fe­rung an Kun­den lau­fen auch im eröff­ne­ten Ver­fah­ren unge­hin­dert weiter.

Der vor­läu­fi­ge Gläu­bi­ger­aus­schuss dem neben den Ban­ken, ein Ver­tre­ter des Lie­fe­ran­ten­pools, der Betriebs­rats­vor­sit­zen­de, ein Dienst­leis­ter des Unter­neh­mens sowie ein Klein­gläu­bi­ger ange­hört, unter­stützt das Sanie­rungs­kon­zept. Neben Maß­nah­men zur Opti­mie­rung der Pro­duk­ti­on und des Ein­kaufs sieht das Kon­zept einen sozi­al­ver­träg­li­chen Arbeits­platz­ab­bau von 73 Stel­len vor. Dazu ver­ab­schie­de­ten Geschäfts­füh­rung, Betriebs­rat und die IG Metall einen Sozi­al­plan. Danach kön­nen die betrof­fe­nen Mit­ar­bei­ter in einem Zeit­raum von bis zu zwölf Mona­ten in eine Trans­fer­ge­sell­schaft wech­seln. Nach einem ers­ten Gespräch schlie­ßen sich für die Mit­ar­bei­ter indi­vi­du­el­le Qua­­li­­fi­­zie­­rung- und Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men an. Die Trans­fer­ge­sell­schaft hat die Auf­ga­be, die betreu­ten Beschäf­tig­ten so schnell wie mög­lich wie­der in neue Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se zu vermitteln.

Die Deut­sche Mecha­tro­nics GmbH hat­te am 29. April 2013 einen Insol­venz­an­trag gestellt. Schon damals ord­ne­te das Amts­ge­richt Bonn auf Antrag der Deut­schen Mecha­tro­nics eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung an, die vom vor­läu­fi­gen Gläu­bi­ger­aus­schuss ein­stim­mig befür­wor­tet wur­de. Die Nach­wir­kun­gen der Wirt­schafts­kri­se und erheb­li­che Pen­si­ons­ver­pflich­tun­gen haben zur wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge geführt. Das Unter­neh­men beschäf­tigt der­zeit rund 420 Mit­ar­bei­ter und erziel­te in 2012 einen Umsatz von ca. 50 Mio. Euro.

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