Wel­che Ände­run­gen wird es im Insol­venz­recht geben?

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Das Insol­venz­recht wird “ver­schlankt”, da es für die­se Fäl­le weni­ger Gerich­te gibt, so Dr. Utz Bröm­me­kamp von der Wirt­schafts­kanz­lei Buch­a­lik Bröm­me­kamp im Gespräch beim Busi­nesstalk am Kudamm. Das Insol­venz­recht wird an Kom­pe­tenz gewin­nen, da die Qua­li­tät der Aus­bil­dung für Insol­­venz- und Restruk­tu­rie­rungs­rich­ter für das vor­insol­venz­li­che Sanie­rungs­ver­fah­ren qua­li­ta­tiv ver­bes­sert wird. Für das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren (ESUG) wird die Ein­tritts­hür­de zukünf­tig erhöht. Der Unter­neh­mer muss sich für ein sol­ches Ver­fah­ren sehr gut vor­be­rei­ten. Es wird nicht nur geprüft, ob das Unter­neh­men sanie­rungs­fä­hig ist, son­dern es muss auch eine Sanie­rungs­wür­dig­keit gege­ben sein. Ab einer gewis­sen Unter­neh­mens­grö­ße ist ein Vor­ge­spräch mit dem Rich­ter vor­ge­se­hen, in dem der Unter­neh­mer sei­ne “Sanie­rungs­idee” über­zeu­gend dar­legt. Die­ser Rich­ter beglei­tet das Unter­neh­men anschlie­ßend durch das gesam­te Ver­fah­ren. Eine wei­te­re Ände­rung im Insol­venz­recht wird sich durch die Anpas­sung des Haf­tungs­rech­tes erge­ben. Der Unter­neh­mer muss zukünf­tig mehr Ver­pflich­tun­gen erfül­len. Die Inter­es­sen der Gläu­bi­ger gilt es zu wah­ren und nicht nur die des eige­nen Unter­neh­mens. Es wird eine bes­se­re Abgren­zung zwi­schen den Insol­venz­grün­den der dro­hen­den Zah­lungs­un­fä­hig­keit und der Über­schul­dung geben. Die Ent­schei­dung für ein Insol­venz­ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung muss also gut vor­be­rei­tet und über­legt sein. Durch die ver­schärf­ten Bedin­gun­gen wer­den Unter­neh­men, die für ein sol­ches Ver­fah­ren nicht geeig­net sind, von vor­ne her­ein aus­sor­tiert. Dies erspart allen Betei­lig­ten Zeit und Mühe.

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Pres­se­mit­tei­lun­gen

  • 25 Jah­re Sanie­rungs­be­ra­tung aus einer Hand! Gemein­sam mit unse­rer Schwes­ter­ge­sell­schaft ple­no­via fei­ern wir im Jah­re 2023 das Erfolgs­kon­zept der inte­grier­ten Bera­tung: Betriebs­wirt­schaft­li­che Kom­pe­tenz mit spe­zia­li­sier­ter Rechts­be­ra­tung und Rechts­ge­stal­tung auf allen Gebie­ten des Restrukturierungsrechts.

  • Die NEUERO-Farm- und För­der­tech­nik GmbH hat sich mit­hil­fe eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens erfolg­reich saniert. Das Fami­li­en­un­ter­neh­men, das rund 50 Mit­ar­bei­ten­de beschäf­tigt, hat­te am 23.02.2022 beim Amts­ge­richt Osna­brück ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren bean­tragt. Der Restruk­tu­rie­rungs­plan wur­de von den Gläu­bi­gern ein­stim­mig ange­nom­men und das Ver­fah­ren am 31.12.2022 aufgehoben.

  • Die Dücker-Grup­pe will ihre drei Gesell­schaf­ten Dücker Group GmbH, die Dücker con­vey­or sys­tems GmbH sowie die Dücker För­der-Sys­te­me GmbH durch ein Schutz­schirm­ver­fah­ren sanie­ren. Das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf stimm­te dem ent­spre­chen­den Antrag zu.

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