• Bau­pro­jek­te und Geschäfts­be­trieb lau­fen unein­ge­schränkt weiter

Philippsthal/Bad Hers­feld. 9. Janu­ar 2017. Auf­grund sin­ken­der Gewer­be­steu­er­ein­nah­men der umlie­gen­den Kom­mu­nen von Phil­ipp­stahl erwar­tet Axel Beuth, Geschäfts­füh­rer der Bau­un­ter­neh­mung Wil­li Herr­mann GmbH & Co. KG, in den nächs­ten Jah­ren weni­ger Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur. „Die öffent­li­che Hand ist einer unse­rer gro­ßen Kun­den. Der zu erwar­ten­den Rück­gang öffent­li­cher Auf­trä­ge wird zu Ver­lus­ten im Bereich Stra­ßen­bau füh­ren, die wir trotz erfolg­rei­cher Ver­triebs­ar­beit im Hoch­bau nicht kom­pen­sie­ren kön­nen. Unser Ziel ist es, das Bau­un­ter­neh­men Wil­li Herr­mann durch die Sanie­rung unter Insol­venz­schutz in Eigen­ver­wal­tung umfas­send neu auf­zu­stel­len und wie­der dau­er­haft wett­be­werbs­fä­hig zu machen“, erklärt Beuth.

Vor die­sem Hin­ter­grund hat das Unter­neh­men beim Amts­ge­richt Bad Hers­feld einen Antrag auf Sanie­rung unter Insol­venz­schutz in Eigen­ver­wal­tung gestellt. Mit dem ESUG, dem Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men, hat der Gesetz­ge­ber seit 2012 hier­zu die gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen. Das Gericht hat dem Antrag statt­ge­ge­ben und die vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. Als vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter wur­de Dirk Rit­zen­hoff von der Kanz­lei Flö­ther & Wis­sing Insol­venz­ver­wal­tung bestellt. Das Bau­un­ter­neh­men wird in dem Ver­fah­ren betriebs­wirt­schaft­lich und juris­tisch von Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf bera­ten. Das Bera­tungs­un­ter­neh­men hat unter ande­ren bereits die Bau­un­ter­neh­men Gott­fried Puhl­mann (Ber­lin), Win­dolph in Leip­zig, Fried­rich Müs­se GmbH & Co. KG (Ern­te­brück), Kurth Tief­bau GmbH (Oden­thal) und das Gar­­ten- und Land­schafts­bau­un­ter­neh­men Her­mann Traut­mann GmbH (Mül­heim an der Ruhr) erfolg­reich durch eine Pla­nin­sol­venz in Eigen­ver­wal­tung geführt. Dar­über hin­aus wird der Sanie­rungs­ex­per­te Heinz-Peter Der­­rix-Belau von der Bucha­lik Bröm­me­kamp Unter­neh­mens­be­ra­tung die Unter­neh­mens­lei­tung als Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer ergänzen.

„Da das Ver­fah­ren kei­nen Ein­fluss auf die Geschäfts­tä­tig­keit hat, wer­den wir alle Bau­pro­jek­te unver­än­dert fort­füh­ren, Neu­auf­trä­ge anneh­men und in der gewohn­ten Qua­li­tät bear­bei­ten. Der Geschäfts­be­trieb läuft völ­lig nor­mal wei­ter. Lie­fe­ran­ten und Kun­den unter­stüt­zen den der­zei­ti­gen Sanie­rungs­pro­zess“, erklärt Geschäfts­füh­rer Beuth. Die rund 120 Mit­ar­bei­ter wur­den heu­te auf einer Betriebs­ver­samm­lung über den Antrag infor­miert. Ihre Löh­ne und Gehäl­ter sind wei­ter gesi­chert. „Mit dem Ver­fah­ren wer­den wir Wil­li Herr­mann an die künf­ti­gen Umsät­ze anpas­sen und die aktu­ell schwie­ri­ge wirt­schaft­li­che Lage über­win­den“, so Sanie­rungs­ex­per­te Heinz-Peter Derrix-Belau.

Im Gegen­satz zur Rege­l­in­sol­venz ist die Unter­neh­mens­lei­tung in der Eigen­ver­wal­tung wei­ter­hin ver­fü­gungs­be­rech­tigt. Sie steht unter der Auf­sicht eines vor­läu­fi­gen Sach­wal­ters, der die Inter­es­sen der Gläu­bi­ger wahrt und die wirt­schaft­li­che Lage des Unter­neh­mens zu prü­fen hat. Das Amts­ge­richt hat als vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter Dirk Rit­zen­hoff von der Kanz­lei Flö­ther & Wis­sing Insol­venz­ver­wal­tung bestellt. „Bei mei­nem ers­ten Besuch habe ich einen sehr guten Ein­druck von dem Unter­neh­men gewin­nen kön­nen. Da die Betei­lig­ten hoch moti­viert sind, sehe ich für das Unter­neh­men eine sehr gute Chan­ce, die Sanie­rung erfolg­reich durch­zu­füh­ren“, erklär­te der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter Ritzenhoff.

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