• Zwei Drit­tel aller Unter­neh­men sind von Insol­venz­an­fech­tun­gen betroffen

Düs­sel­dorf, 18. August 2014. Zwei Drit­tel aller Unter­neh­men erhal­ten jedes Jahr eine Auf­for­de­rung eines Insol­venz­ver­wal­ters, in der vor­insol­venz­lich geleis­te­te Zah­lun­gen eines Ver­trags­part­ners zurück­ge­for­dert („ange­foch­ten“) wer­den. Betrof­fen sind vor allem Lie­fe­ran­ten, Dienst­leis­ter und Ver­mie­ter, deren Ver­trags­part­ner in die Insol­venz gera­ten sind. Die Anfech­tung erfolgt selbst dann, wenn sie einen Anspruch auf die Zah­lung hat­ten. In der Regel wer­den ganz erheb­li­che Beträ­ge zurück­ge­for­dert, denn die Ver­wal­ter ver­lan­gen von den Unter­neh­mern Zah­lun­gen zurück, die sie in einem Zeit­raum von bis zu zehn Jah­ren vor der Insol­venz des bis­he­ri­gen Ver­trags­part­ners von die­sem erhal­ten haben.

Nach einer Umfra­ge der deut­schen Credit-Mana­­ger beträgt die Anfech­tungs­sum­me in 40 Pro­zent der Fäl­le mehr als 100.000 Euro. Vie­le die­ser Zah­lungs­auf­for­de­run­gen sind jedoch nicht berech­tigt. Auf der neu­en Inter­net­sei­te www.insolvenzanfechtung-buchalik.de erhal­ten Unter­neh­mer, ins­be­son­de­re Lie­fe­ran­ten, aber auch Ver­mie­ter sowie Ban­ken und Spar­kas­sen Hin­wei­se, wie sie sich bei Zah­lungs­auf­for­de­run­gen eines Insol­venz­ver­wal­ters ver­hal­ten soll­ten. Dar­über hin­aus wer­den aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in der Recht­spre­chung auf­ge­grif­fen sowie wert­vol­le Tipps zur Mini­mie­rung von Anfech­tungs­ri­si­ken bei­spiels­wei­se beim Abschluss von Stun­­­dungs- und Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen gegeben.

„Kei­nes­falls soll­te dem Anfech­tungs­be­geh­ren eines Insol­venz­ver­wal­ters ohne Wei­te­res nach­ge­ge­ben wer­den. Sol­che Ansprü­che wer­den all­zu häu­fig ohne hin­rei­chen­de Begrün­dung und Betrach­tung des Ein­zel­falls gel­tend gemacht“, weiß Anfech­tungs­rechts­ex­per­te Dr. Olaf Hie­bert von der Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp. Vie­le Unter­neh­men machen es dem Insol­venz­ver­wal­ter aller­dings durch unge­schick­te Kom­mu­ni­ka­ti­on im Rah­men des For­de­rungs­ma­nage­ments oder der spä­te­ren For­de­rungs­an­mel­dung sehr leicht. Dabei kön­nen Unter­neh­mer bereits im Vor­feld das Risi­ko sol­cher Ansprü­che deut­lich mini­mie­ren. „Häu­fig räu­men Geschäfts­part­ner zur Über­brü­ckung einer Kri­se Raten­zah­lun­gen ein. Ange­sichts der der­zei­ti­gen Recht­spre­chung soll­ten Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen nur geschlos­sen wer­den, wenn man posi­ti­ve Kennt­nis von der Zah­lungs­fä­hig­keit des Schuld­ners hat. Eine Prü­fung der Finanz­zah­len soll­ten Exper­ten vor­neh­men und doku­men­tie­ren. Sich dar­auf zu beru­fen, man habe die wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se des Schuld­ners nicht gekannt, ist der­zeit sehr ris­kant“, erklärt Rechts­an­walt Dr. Hie­bert. Wei­te­re Hin­wei­se sind auf www.insolvenzanfechtung-buchalik.de nachzulesen.

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