Das Amts­ge­richt (Insol­venz­ge­richt) Ros­tock hat Herrn Prof. Dr. Schul­ze zum vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ter bestellt. Das Gericht kam damit dem Eigen­an­trag der ADCADA GmbH nach. Bereits am 22.09.2020 hat­te die Insol­venz­schuld­ne­rin einen Insol­venz­an­trag gestellt. Die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (BaFin) hat­te zuvor schon einen Abwick­ler für die „fest­ver­zins­li­chen Immo­bi­li­en­dar­le­hen“, auch als „Hypo­­­zins-Ver­­­trä­­ge“ bezeich­net, bestellt.

Nach Auf­fas­sung der BaFin hat die ADCADA GmbH ein Ein­la­gen­ge­schäft ohne die erfor­der­li­che Erlaub­nis nach dem KWG betrieben.

Nun wird sich der vor­läu­fig bestell­te Insol­venz­ver­wal­ter die gesam­ten Vor­gän­ge ansehen.

Wel­che Finanz­pro­duk­te wur­den von ADCADA angeboten?

Die ADCADA hat über ver­schie­de­ne, zum Teil auch in Liech­ten­stein ansäs­si­ge, Fir­men, Finanz­pro­duk­te ange­bo­ten. Dazu zählen:

  • Nach­rang­dar­le­hen
  • Schuld­ver­schrei­bun­gen aber auch
  • fest­ver­zins­li­che Immo­bi­li­en­dar­le­hen mit 110-pro­­­zen­­ti­­ger Besi­che­rung erst­ran­gi­ger Brief­grund­schul­den mit einer Lauf­zeit über 2, 4 oder 5 Jah­ren

Was müs­sen Anle­ger beachten?

Anle­ger der ADCADA GmbH wer­den die inves­tier­ten Gel­der, selbst wenn die­se zwi­schen­zeit­lich fäl­lig gestellt wur­den, wohl nicht aus­ge­zahlt bekom­men. Aus- und Abson­de­rungs­an­sprü­che sowie die Anmel­dung der For­de­rung zur Insol­venz­ta­bel­le kön­nen erst nach der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens gel­tend gemacht und ange­mel­det wer­den. Mit einer Eröff­nung des Ver­fah­rens wird in ca. drei Mona­ten gerechnet.

Bis dahin soll­ten sich Anle­ger einen Über­blick über die von ihnen abge­schlos­se­nen Ver­trä­ge mit der ADCADA GmbH sowie den wei­te­ren (zum „Kon­zern­ver­bund“ gehö­ren­den) Gesell­schaf­ten verschaffen.

Uns ist aus zahl­rei­chen Gesprä­chen mit geschä­dig­ten Anle­gern bekannt, dass ver­schie­dens­te Ver­trä­ge mit unter­schied­li­chen „ADCA­­DA-Fir­­men“ geschlos­sen wur­den. Nicht sel­ten haben Anle­ger der Hypo­­­zins-Ver­­­trä­­ge auch Teil­schuld­ver­schrei­bun­gen der ADCADA.immo GmbH geschlos­sen. Die von ein­zel­nen Anle­gern gekün­dig­ten Ver­trä­ge mit der ADCADA.immo GmbH wur­den jedoch nicht bedient. Daher stellt sich die Fra­ge, wie es bei den wei­te­ren Gesell­schaf­ten der ADCA­­DA-Grup­­pe wei­ter geht.

Wie soll­ten Anle­ger vorgehen?

Anle­gern wird sowohl die Bün­de­lung der Ansprü­che als auch die Bera­tung durch einen auf das Kapi­tal­markt­recht und Insol­venz­recht spe­zia­li­sier­ten Anwalt emp­foh­len. Gera­de zum jet­zi­gen Zeit­punkt bedarf es einer inten­si­ven und umfas­sen­den Recher­che, um die Ansprü­che der Inves­to­ren durch­set­zen zu können.

Ger­ne bera­ten wir Sie bei der Durch­set­zung Ihrer Ansprü­che. Set­zen Sie sich gern per E‑Mail: kapitalanlagen@buchalik-broemmekamp.de, per Tele­fon 0211 828977–200 oder pos­ta­lisch: Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH, Prin­zen­al­lee 15, 40549 Düs­sel­dorf, in Verbindung.

Besu­chen Sie uns auch unter: https://www.kapitalanlagen-krise.de/

 

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