ADCADA GmbH: Insol­venz­ge­richt bestellt Sascha Borow­ski von der Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp zum Mit­glied des vor­läu­fi­gen Gläubigerausschusses

  • Zahl­rei­che Geld­an­la­gen der ADCA­­DA-Unter­­neh­­men­s­­grup­­pe betroffen
  • Anle­ger soll­ten ihre Ansprü­che verfolgen

Düsseldorf/Rostock. 27. Okto­ber 2020. Im Insol­venz­ver­fah­ren der ADCADA GmbH setz­te das Insol­venz­ge­richt Ros­tock mit Beschluss vom 19.10.2020 einen drei­köp­fi­gen Gläu­bi­ger­aus­schuss ein. Mit Sascha Borow­ski, Rechts­an­walt und Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht von der Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp, bestellt das Gericht einen erfah­re­nen Exper­ten zum Mit­glied des Gläu­bi­ger­aus­schus­ses. Die kon­zern­lei­ten­de Mut­ter­ge­sell­schaft der ADCADA Grup­pe hat­te am 22.09.2020 beim Amts­ge­richt (Insol­venz­ge­richt) Ros­tock einen Insol­venz­an­trag gestellt. Für zahl­rei­che Finanz­pro­duk­te der Grup­pe hat die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (kurz: BaFin) bereits die Ein­stel­lung und Abwick­lung der Kapi­tal­an­la­gen angeordnet.

Ziel des vor­läu­fi­gen Gläubigerausschusses

Der vor­läu­fi­ge Gläu­bi­ger­aus­schuss ist ein unab­hän­gi­ges Kon­troll­organ im Insol­venz­ver­fah­ren. Die Mit­glie­der die­ses Organs unter­stüt­zen den (vor­läu­fi­gen) Insol­venz­ver­wal­ter im Rah­men sei­ner Tätig­keit. Zudem über­wacht der Aus­schuss (als Kon­troll­organ) den (vor­läu­fi­gen) Insol­venz­ver­wal­ter. Sowohl der (vor­läu­fi­ge) Insol­venz­ver­wal­ter als auch der (vor­läu­fi­ge) Gläu­bi­ger­aus­schuss ver­fol­gen das Ziel der best­mög­li­chen Gläubigerbefriedigung.

Geld­an­la­gen der ADCADA Unternehmensgruppe

Die Unter­neh­mens­grup­pe – mit Wur­zeln im Mode­han­del – beschränk­te sich nicht nur auf den Han­del mit Mode, son­dern war auch auf dem Immo­bi­li­en­markt tätig und ver­such­te sich als Anbie­ter von Geld­an­la­gen. Dabei wur­den fol­gen­de Anla­gen angeboten:

  • Nach­rang­dar­le­hen,
  • Schuldverschreibungen/Anleihen,
  •  „fest­ver­zins­li­che Immo­bi­li­en­dar­le­hen mit 110-pro­­­zen­­ti­­ger Besi­che­rung erst­ran­gi­ger Brief­grund­schul­den mit einer Lauf­zeit über 2, 4 oder 5 Jahre“.

Was kön­nen Gläu­bi­ger der ADCA­­DA-Gesel­l­­schaf­­ten jetzt unternehmen?

Anle­ger der ADCA­­DA-Gesel­l­­schaf­­ten soll­ten sich recht­lich bera­ten las­sen und ihre Ansprü­che bei einer auf das Kapi­tal­markt­recht sowie Insol­venz­recht spe­zia­li­sier­ten Kanz­lei bün­deln, um eine best­mög­li­che Ver­tre­tung zu erhalten.

Auch Gläu­bi­ger von soge­nann­ten Nach­rang­dar­le­hen soll­ten ihre Ansprü­che prü­fen las­sen. Zwar fal­len nach­ran­gi­ge Gläu­bi­ger mit ihren For­de­run­gen oft aus, doch soll­ten die in den Nach­rang­dar­le­hen ent­hal­te­nen Nach­rang­klau­seln nicht der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung stand­hal­ten, stel­len die­se eben­falls ein­fa­che For­de­run­gen im Insol­venz­ver­fah­ren dar. Dann wür­den auch die Nach­rang­dar­le­hens­gläu­bi­ger eine Insol­venz­quo­te erhalten.

Den Gläu­bi­gern der ADCA­­DA-Gesel­l­­schaf­­ten wird die Anmel­dung ihrer For­de­rung im Insol­venz­ver­fah­ren emp­foh­len. Eine sol­che Anmel­dung ist erst nach Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens mög­lich. Bis zur Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens soll­te die For­de­rungs­an­mel­dung vor­be­rei­tet wer­den, um eine recht­zei­ti­ge Anmel­dung der For­de­rung im Insol­venz­ver­fah­ren zu gewährleisten.

Wei­te­re Infos zu ADCADA fin­den Sie hier: www.kapitalanlagen-krise.de 

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