Mül­heim a.d. Ruhr, 21. März 2014. Die Gläu­bi­ger der Ener­son AG und Ener­son Ope­ra­ti­ons GmbH geben der Restruk­tu­rie­rung des auf Ener­gie­wirt­schaft und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on fokus­sier­ten Bera­­tungs- und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­mens wei­ter­hin grü­nes Licht. In bei­den Ver­fah­ren stimm­ten die Gläu­bi­ger dem Insol­venz­plan und damit dem Zukunfts­kon­zept, das zusam­men mit der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp und in Abstim­mung mit dem Sach­wal­ter Dr. Sebas­ti­an Hen­ne­ke (hrm Hen­ne­ke Röp­ke Rechts­an­wäl­te) erar­bei­tet wur­de, ein­stim­mig zu. Das Ein­ver­ständ­nis der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung ist die wesent­li­che Vor­aus­set­zung für die Been­di­gung des Insol­venz­ver­fah­rens. Nach der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung bestä­tig­te auch das Amts­ge­richt Duis­burg umge­hend die Insolvenzpläne.

In der Fol­ge der poli­tisch beschlos­se­nen Ener­gie­wen­de nach Fuku­shi­ma kam es ab Mit­te 2012 zu einer rück­läu­fi­gen Beauf­tra­gung bei der Ener­son Ope­ra­ti­ons, die eine Sanie­rung und Neu­aus­rich­tung der Ener­son Ope­ra­ti­ons erfor­der­te. Fer­ner muss­ten die hier­mit ent­stan­de­nen Leer­kos­ten ins­be­son­de­re für Raum- und Infra­struk­tur­leis­tun­gen in der Ener­son AG durch Ver­trags­an­pas­sun­gen kor­ri­giert wer­den. Die Zie­le wur­den bereits wäh­rend des vor­läu­fi­gen Ver­fah­rens auf dem Ver­hand­lungs­weg erreicht. Dar­über hin­aus wur­den wäh­rend des Ver­fah­rens neue Arbeits­plät­ze geschaf­fen und ein neu­er Geschäfts­be­reich in der Ener­­son-Grup­­pe auf- und aus­ge­baut. Neue Kun­den und Auf­trä­ge konn­te Ener­son vor allem unter den Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men sowie in der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che hin­zu­ge­win­nen. Die Ener­gie­wirt­schaft durch­lebt der­zeit einen deut­li­chen Umstru­k­­tu­­rie­­rungs- und Anpas­sungs­be­darf. Vor­ran­gig müs­sen Pro­zes­se opti­miert oder aus­ge­la­gert wer­den. Die Leis­tun­gen der Ener­­son-Grup­­pe bie­ten dazu inter­es­san­te Alter­na­ti­ven zu den her­kömm­li­chen Strukturen.

„Mit der Plan­be­stä­ti­gung haben wir fast die Ziel­li­nie erreicht. Mein Dank gilt allen unse­ren Mit­ar­bei­tern, Lie­fe­ran­ten und ins­be­son­de­re unse­ren Kun­den, die uns in den letz­ten Mona­ten unter­stützt haben“, so Frank Oes­ter­wind, Vor­stand Ener­son AG, nach der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung und wei­ter „wir haben wäh­rend des Ver­fah­rens unse­re Kun­den und Lie­fe­ran­ten aktiv infor­miert. Das hat zu einer deut­li­chen Ver­bes­se­rung der Bezie­hun­gen geführt. Alle haben uns ihr Ver­trau­en aus­ge­spro­chen und bli­cken mit uns in eine opti­mis­ti­sche Zukunft. Mein Dank gilt wei­ter­hin den Bera­tern von Bucha­lik Bröm­me­kamp sowie dem Sach­wal­ter Dr. Hen­ne­ke für die pro­fes­sio­nel­le und ziel­ori­en­tier­te Zusammenarbeit.“

Die Geschäfts­füh­rung stell­te Ende Okto­ber 2013 einen Antrag auf ein Insol­venz­ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung. Das Ver­fah­ren wur­de am 1. Janu­ar 2014 eröff­net und wird nach der­zei­ti­ger Pla­nung vom Duis­bur­ger Amts­ge­richt Anfang April auf­ge­ho­ben. „Ins­be­son­de­re die kon­struk­ti­ve Beglei­tung durch das Amts­ge­richt führ­te zu der sehr kur­zen Ver­fah­rens­dau­er von nur fünf Mona­ten. Damit ist die Sanie­rung effi­zi­ent, erfolg­reich und schnellst­mög­lich abge­schlos­sen“, erklärt Frank Oes­ter­wind. Nach Aus­sa­ge aller Betei­lig­ten zählt das Ener­­son-Ver­­­fah­­ren zu einem der bis­her kür­zes­ten Ver­fah­ren in Deutsch­land. Im Durch­schnitt ver­ge­hen bis zu zehn Mona­te von der Antrag­stel­lung bis zur Aufhebung.

„Ener­son ist wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­ge­stellt und ich sehe eine gute Zukunft für das Unter­neh­men. Mit der 100-pro­­­zen­­ti­­gen Plan­zu­stim­mung der Gläu­bi­ger wird das Zukunfts­kon­zept der Grup­pe, die rund 100 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt, wei­ter­hin unter­stri­chen. Die Kun­den haben dem Unter­neh­men jeder­zeit ver­traut und wei­ter­hin Auf­trä­ge erteilt. Dar­über hin­aus führ­ten das gro­ße Enga­ge­ment der Mit­ar­bei­ter und die umfang­rei­che Unter­stüt­zung der Gläu­bi­ger und des Gerich­tes zur erfolg­rei­chen Sanie­rung“, so Dr. Jasper Stahl­schmidt von Bucha­lik Bröm­me­kamp, der die Unter­neh­men wäh­rend der gesam­ten Pha­se beglei­tet hat.

Wesent­lich für das jetzt Erreich­te war auch die kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit mit Sach­wal­ter Dr. Sebas­ti­an Hen­ne­ke, Part­ner der Kanz­lei hrm Hen­ne­ke Röp­ke Rechts­an­wäl­te in Duis­burg. Als Sach­wal­ter über­wach­te Dr. Hen­ne­ke neben dem Amts­ge­richt die Geschäfts­füh­rung, die im Rah­men der Eigen­ver­wal­tung wei­ter­hin im Amt geblie­ben ist und die Restruk­tu­rie­rung selbst­stän­dig erfolg­reich durch­führ­te. Zudem hat er mit sei­nen Pro­jekt­mit­ar­bei­tern die Pla­ner­stel­lung im Inter­es­se der Gläu­bi­ger und von Ener­son beglei­tet. „Für Ener­son ist das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren der rich­ti­ge Weg, denn das Know-how der Geschäfts­füh­rung und deren per­sön­li­che Kun­den­kon­tak­te sind für die Sanie­rung sehr wich­tig. Das Unter­neh­men konn­te ein nach­voll­zieh­ba­res Sanie­rungs­kon­zept vor­le­gen, das mich und alle Gläu­bi­ger über­zeug­te“, sagt Sach­wal­ter Dr. Henneke.

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