Die durch die Insol­venz der bri­ti­schen Tho­mas Cook ver­ur­sach­te Insol­venz der Con­dor trifft die Beschäf­tig­ten beson­der hart. Auch wenn sich das Insol­venz­ver­fah­ren (Schutz­schirm­ver­fah­ren) noch in einem sehr frü­hen Sta­di­um befin­det, wis­sen wir aus den frü­he­ren Insol­ven­zen der Air Ber­lin und der Ger­ma­nia, dass die Mit­ar­bei­ter einen erheb­li­chen Infor­ma­ti­ons­be­darf haben.

Des­halb laden wir Sie nach Düs­sel­dorf (30. Sep­tem­ber 2019, um 11 Uhr) oder Frank­furt (1. Okto­ber 2019, um 11 Uhr) ein, um über die Aus­wir­kun­gen der Insol­venz auf Ihre Rech­te als Arbeit­neh­mer, ins­be­son­de­re den Arbeits­platz und die Ver­gü­tung zu informieren.

Als unab­hän­gi­ge Exper­ten im Arbeits­recht wer­den wir das Insol­venz­ver­fah­ren erklä­ren und auf­zei­gen, was eine Sanie­rung und ein mög­li­cher (Teil-)Verkauf des Unter­neh­mens für Sie bedeu­tet. Ins­be­son­de­re wer­den wir Fra­gen zu Ihrer aktu­el­len Ver­gü­tung sowie zum Insol­venz­geld, zu Pro­­­vi­­si­ons- und Urlaubs­an­sprü­chen als auch zum Umgang mit Frei­stel­lun­gen und Kün­di­gun­gen beantworten.

Die Ver­an­stal­tun­gen sind für die Mit­ar­bei­ter der Con­dor natür­lich kos­ten­los. Ger­ne dür­fen Sie die­se Ein­la­dung an Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen wei­ter­lei­ten. Eine Anmel­dung ist erfor­der­lich für

Mon­tag, 30. Sep­tem­ber 2019, 11 Uhr in Düsseldorf,

Diens­tag, 1. Okto­ber 2019, 11 Uhr in Frankfurt.

Das Insol­venz­ar­beits­recht beinhal­tet eini­ge Beson­der­hei­ten, ange­fan­gen beim Insol­venz­geld über die Abgren­zung des Arbeits­ent­gelts in Insol­­venz- und Mas­se­for­de­run­gen bis hin zur Abkür­zung von gesetz­li­chen und arbeits- oder tarif­ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Kündigungsfristen.

Zunächst ist für die Mit­ar­bei­ter Fol­gen­des zu beachten:

  • Nicht jeder berech­tig­te Arbeit­neh­mer­an­spruch wird in der  Insol­venz noch bedient. Aus­wir­ken kann sich dies auf Gra­ti­fi­ka­tio­nen, Prä­mi­en und Zuschlä­ge, wenn die­se vor dem Insol­venz­geld­zeit­raum (drei Mona­te vor der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens) erar­bei­tet wurden.
  • Für die Arbeit­neh­mer, deren Gehalt ober­halb der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze liegt, wird das Insol­venz­geld den eigent­li­chen Ent­gelt­an­spruch nicht abde­cken, was aber nicht bedeu­tet, dass die­ser nicht mehr besteht.
  • Eine Kün­di­gung wäh­rend eines Insol­venz­ver­fah­rens ist nicht allein schon wegen der Insol­venz per se wirk­sam: Neben vie­ler­lei for­mel­len Feh­lern kann die Kün­di­gung auch an der feh­len­den sozia­len Begründ­etheit kran­ken, ins­be­son­de­re im Fal­le eines (Teil-)Betriebsübergangs.
  • Auf die Unwirk­sam­keit einer Kün­di­gung kön­nen sich nur die­je­ni­gen Arbeit­neh­mer beru­fen, die recht­zei­tig gegen eine ihnen zuge­stell­te Kün­di­gung beim Arbeits­ge­richt kla­gen. Die Frist hier­zu beträgt drei Wochen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter: Schutz­schirm­ver­fah­ren der Condor

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