Duis­burg, 4. Okto­ber 2013. „Die Sanie­rung von Voll­mer ist erfolg­reich abge­schlos­sen. Nun befin­den wir uns wie­der im nor­ma­len Geschäfts­be­trieb und kön­nen in eine aus­sichts­rei­che Zukunft bli­cken“, erklärt Geschäfts­füh­rer Tho­mas Möl­ler, nach­dem das Amts­ge­richt Duis­burg den vom Unter­neh­men ein­ge­reich­ten Insol­venz­plan bestä­tig­te. Zuvor hat­ten bereits die Gläu­bi­ger dem Insol­venz­plan, der von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp erar­bei­tet wur­de, ein­stim­mig zuge­stimmt und damit den ein­ge­schla­ge­nen Sanie­rungs­kurs bestä­tigt. Das Ein­ver­ständ­nis der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung ist die wesent­li­che Vor­aus­set­zung für die Been­di­gung des Insol­venz­ver­fah­rens. Die Geschäfts­füh­rung stell­te im Okto­ber 2012 einen Antrag auf ein Insol­venz­ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung. Das Ver­fah­ren wur­de am 1. Janu­ar 2013 eröff­net und soll vom Duis­bur­ger Amts­ge­richt Ende Okto­ber 2013 auf­ge­ho­ben werden.

Ins­be­son­de­re der zuneh­men­de regio­na­le Wett­be­werbs­druck in der Bau­bran­che, unren­ta­ble Auf­trä­ge sowie die Insol­venz eines Groß­kun­den aus dem Bereich Feu­er­fest­bau hat­ten das Unter­neh­men schlei­chend in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten gebracht. Im Zuge der Sanie­rung hat sich Voll­mer nun als spe­zia­li­sier­ter Dienst­leis­ter für die Berei­che „Feu­er­fest­bau“ und „Bau­en im Bestand“ auf­ge­stellt. Gleich­zei­tig soll die Kun­den­struk­tur durch ver­mehr­te Akqui­si­ti­on im Pri­vat­kun­den­be­reich ver­grö­ßert wer­den und eine Neu­ori­en­tie­rung in den angren­zen­den Groß­raum Düs­sel­dorf erfol­gen. „Mit der Plan­be­stä­ti­gung haben wir die Ziel­li­nie erreicht und die Insol­venz ist been­det. Mein Dank gilt Mit­ar­bei­tern, Lie­fe­ran­ten aber auch unse­ren Bau­part­nern, die uns in den letz­ten Mona­ten unter­stützt haben“, so Tho­mas Möller.

„Mit Voll­mer konn­ten wir bereits das zwei­te Bau­un­ter­neh­men in einem Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren über einen Insol­venz­plan sanie­ren“, so Dr. Jasper Stahl­schmidt von Bucha­lik Bröm­me­kamp, der das Unter­neh­men wäh­rend der gesam­ten Pha­se beglei­tet hat. „In der Bau­bran­che besteht die Schwie­rig­keit, dass durch Son­der­kün­di­gungs­rech­te in der Insol­venz die Umsät­ze stark ein­bre­chen kön­nen. Die Kun­den haben dem Unter­neh­men jedoch jeder­zeit ver­traut. Dar­über hin­aus führ­te das gro­ße Enga­ge­ment der Mit­ar­bei­ter und die umfang­rei­che Unter­stüt­zung der Gläu­bi­ger zur erfolg­rei­chen Sanierung.“

Wesent­lich für das jetzt Erreich­te war auch die kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit mit Sach­wal­ter Dr. Sebas­ti­an Hen­ne­ke von der Kanz­lei hrm Hen­ne­ke Röp­ke Rechts­an­wäl­te. In der Eigen­ver­wal­tung bleibt die Geschäfts­füh­rung wei­ter­hin im Amt und kann die Restruk­tu­rie­rung selbst­stän­dig unter Auf­sicht des Gerichts und eines Sach­wal­ters durch­füh­ren. „Das Ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung war für Voll­mer der rich­ti­ge Weg. Das Unter­neh­men konn­te ein nach­voll­zieh­ba­res Sanie­rungs­kon­zept vor­le­gen, das mich und die Gläu­bi­ger über­zeug­te. Der Geschäfts­be­trieb wur­de auch wäh­rend des Ver­fah­rens wei­ter­ge­führt. Ich sehe einer posi­ti­ven Zukunft für das Unter­neh­men ent­ge­gen“, sagt Sach­wal­ter Dr. Henneke.

Hin­ter­grund: Was ist eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung (§270a InsO): Seit dem 1. März 2012 lässt die neue Insol­venz­ord­nung auf Antrag­stel­lung eine soge­nann­te vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung zu. In der Eigen­ver­wal­tung bleibt die Geschäfts­füh­rung wei­ter­hin im Amt und kann die Geschi­cke des Unter­neh­mens wei­ter len­ken. Anstatt eines Insol­venz­ver­wal­ters wird ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter bestellt. Der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter hat haupt­säch­lich die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prü­fen und die Geschäfts­füh­rung zu über­wa­chen. Im Ein­ver­neh­men mit den Gläu­bi­gern, dem vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter und dem Insol­venz­ge­richt will das Ver­fah­ren die Fort­füh­rung eines Unter­neh­mens unter dem Schutz der Insol­venz­ord­nung ermöglichen.

 

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