Sanierung der Teutoglas erzielt deutliche Fortschritte

  • Amtsgericht Detmold eröffnet Verfahren und ordnet Eigenverwaltung an
  • Verkaufsprozess auf gutem Weg
  • Geschäftsbetriebe werden vollumfänglich fortgeführt

Augustdorf/Bad Bentheim, 3. Januar 2017. Das Amtsgericht Detmold hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Teuto-Glasveredelung GmbH & Co. KG (Augustdorf) sowie der Teuto-Glas GmbH & Co. KG (Bad Bentheim) eröffnet und zugleich die Eigenverwaltung angeordnet. Darüber hinaus konnten erste Maßnahmen zur Neuausrichtung der Unternehmen umgesetzt werden. Damit erzielt die Sanierung des Glasverarbeiters deutliche Fortschritte. Die Sanierung erfolgt auf Basis eines abgestimmten Zukunftskonzeptes, das die Geschäftsführung entwickelt hat und nun umsetzt. Das Konzept sieht eine neue Vertriebsstrategie sowie Änderungen in der Ablauforganisation vor. Auch sind weitere Investitionen für die Fertigstellung der Vollautomation geplant. „Wir haben einen europäischen Markt mit weiterhin zunehmend verschärften Marktbedingungen“, so Geschäftsführer Michael Dobbe, „nur wer technisch die Nase vorn behält, wird sich weiter am Markt behaupten können.“ Des Weiteren wurde ein strukturierter Verkaufsprozess gestartet. Verschiedene Investoren haben ihr Interesse an dem Veredelungsbetrieb bereits angemeldet und die Kaufvertragsverhandlungen wurden aufgenommen.

Bei der Umsetzung der Maßnahmen zur Neuausrichtung wird die Geschäftsführung durch den Insolvenz- und Sanierungsexperten Nils Averbeck von der Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung aus Düsseldorf unterstützt. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH benannt, der bereits als vorläufiger Sachwalter tätig war. Der Geschäftsbetrieb wird in beiden Unternehmen auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens unverändert fortgeführt.

Mit der Verfahrenseröffnung ist ein weiterer Meilenstein der Sanierung erreicht. Schon in der Zeit des vorläufigen Verfahrens haben die Hauptkunden die Sanierung durch zusätzliche Aufträge unterstützt. „Die Hauptkunden haben ihr Interesse zum Erhalt der Unternehmen signalisiert und weitere Aufträge zugesagt. Wir sehen uns nach der Sanierung als nachhaltig gestärkt und gerüstet für die Zukunft an“, sagt Geschäftsführer Michael Dobbe.

Von der positiven Entwicklung des Sanierungsweges ist auch Sanierungsexperte Stefan Meyer überzeugt: „Die nach Insolvenzantragstellung eingeleiteten Sanierungsschritte erzielen erste Erfolge. Die Kunden halten Teutoglas die Treue, was in einer Insolvenzsituation nicht selbstverständlich ist. Auch die Mitarbeiter sind weiterhin mit hoher Einsatzbereitschaft für die Unternehmen tätig. Ich bin daher aus heutiger Sicht zuversichtlich, dass es gelingt, für beide Unternehmen in Augustdorf und Bad Bentheim eine Zukunftslösung umzusetzen.“

Die Teuto-Glasveredelung und die Teuto-Glas hatten am 23. September 2016 einen Insolvenzantrag gestellt. Schon damals ordnete das Amtsgericht Detmold auf Antrag des Unternehmens eine vorläufige Eigenverwaltung an, die im vorläufigen Gläubigerausschuss einstimmig befürwortet wurde. Die Teuto-Glasveredelung in Augustdorf beschäftigt rund 140 Mitarbeiter und erzielte in 2016 einen Umsatz von ca. 16 Mio. Euro. Die Teuto-Glas in Bad Bentheim (Gildehaus) erzielte mit 45 Mitarbeitern in 2016 einen Umsatz von ca. 6 Mio. Euro.