Sascha Borow­ski, Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht, hat in dem Lose­blatt­werk „Das Deut­sche Bun­des­recht“ die Kom­men­tie­rung des Schuld­ver­schrei­bungs­ge­set­zes 2009 im Teil III – Wirt­schaft, Geld‑, Bank- und Bör­sen­we­sen, Außen­wirt­schaft – ver­öf­fent­licht. Das fort­wäh­rend aktua­li­sier­te Lose­blatt­werk erscheint bereits in der 1316. Ergän­zungs­lie­fe­rung (Juni 2019). Dar­in wird das gesam­te Gesetz kommentiert.

Das Schuld­ver­schrei­bungs­ge­setz 2009 ist auf Emis­sio­nen von Schuld­ver­schrei­bun­gen, die seit dem 5. August 2009 emit­tiert wer­den, anwend­bar und löst damit das zeit­gleich mit dem Bür­ger­li­chen Gesetz­buch in Kraft getre­te­ne Schuld­ver­schrei­bungs­ge­setz 1899 ab.

Mit der Ver­ab­schie­dung des moder­ni­sier­ten Schuld­ver­schrei­bungs­rechts ver­folgt der Gesetz­ge­ber eine Anpas­sung an die inter­na­tio­na­len Stan­dards, sodass auch markt­üb­li­che Umschul­dungs­klau­seln (sog. Collec­tiv Action Clau­ses) mög­lich sind. Der Kern des Geset­zes stellt das neue Gläu­bi­ger­or­ga­ni­sa­ti­ons­recht dar, wel­ches der akti­en­recht­li­chen Haupt­ver­samm­lung ent­lehnt ist. Das Gesetz glie­dert sich in drei Abschnit­te, wobei es der Emit­ten­tin über­las­sen ist, zum 2. Abschnitt in den Anlei­he­be­din­gun­gen zu optie­ren. Anlei­he­gläu­bi­ger, deren Anlei­he­be­din­gun­gen den 2. Abschnitt für anwend­bar erklä­ren, wird die Wahl eines gemein­sa­men Ver­tre­ters ermög­licht. Zudem kön­nen sie im Kri­sen­fall die Bedin­gun­gen ändern bzw. anpas­sen und so zu einer Sanie­rung des Unter­neh­mens beitragen.

Auch im Insol­venz­ver­fah­ren ist das Gesetz – so der BGH – zwin­gend anzu­wen­den, wenn die Insol­venz­schuld­ne­rin wenigs­tens eine Anlei­he emit­tiert hat.

Die soeben erschie­ne­ne Kom­men­tie­rung berück­sich­tigt die neue­ren Recht­spre­chungs­ent­wick­lun­gen, ins­be­son­de­re des Bun­des­ge­richts­ho­fes zur Ver­gü­tung des gemein­sa­men Ver­tre­ters sowie der Rechts­mit­tel­fä­hig­keit von gefass­ten Beschlüs­sen der Anlei­he­gläu­bi­ger. Der Autor, Rechts­an­walt Sascha Borow­ski, ist selbst gemein­sa­mer Ver­tre­ter nach dem Schuld­ver­schrei­bungs­ge­setz und hat meh­re­re weg­wei­sen­de Ent­schei­dun­gen bis zum Bun­des­ge­richts­hof beglei­tet. Die prak­ti­schen Erfah­run­gen flie­ßen unter Aus­wer­tung der Gesetz­ge­bungs­his­to­rie in die Erläu­te­run­gen ein.

Das deut­sche Bun­des­recht, erschie­nen im Nomos-Ver­­lag, umfasst ins­ge­samt 35 Ord­ner und wird seit 1949 durch­ge­hend 24mal pro Jahr ergänzt und aktua­li­siert. Es han­delt sich um eine umfas­sen­de Geset­zes­do­ku­men­ta­ti­on, die in der Rechts­pfle­ge, Ver­wal­tung, Wirt­schaft und im Wis­sen­schafts­sek­tor ver­wen­det wird.

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