Im Rah­men des 9. Abend­sym­po­si­ums des Insti­tuts für Insol­­venz- und Sanie­rungs­recht an der Hein­rich Hei­ne Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf und der Düs­sel­dor­fer Ver­ei­ni­gung für Insol­­venz- und Sanie­rungs­recht e.V. haben zehn Exper­ten aus den Berei­chen Sanie­rung und Insol­venz sowie Steu­ern und Straf­recht der von der EU vor­ge­leg­ten Richt­li­nie für einen prä­ven­ti­ven Restruk­tu­rie­rungs­rah­men eine beson­de­re Büh­ne gegeben.

Statt Vor­trag oder Dis­kus­si­on ein­zel­ner Vor­schrif­ten wur­de ein prak­ti­scher Fall anhand eines Plan­spiels in fünf Akten mit Akteu­ren aus Jus­tiz, Unter­neh­men, Bera­­tungs- und Ver­wal­tungs­pra­xis auf­ge­führt. Ziel der Ver­an­stal­tung, bei der ca. 100 Gäs­te nach der „Vor­füh­rung“ inten­siv mit den Akteu­ren dis­ku­tier­ten, war es, die in Deutsch­land ent­stan­de­ne Dis­kus­si­on über den prä­ven­ti­ven Restruk­tu­rie­rungs­rah­men weg von der Theo­rie hin zu prak­tisch erleb­ba­ren Chan­cen und „Sack­gas­sen“ zu füh­ren und damit einen wich­ti­gen Bei­trag im Hin­blick auf die zukünf­ti­ge Gesetz­ge­bung zu liefern.

Fünf Mona­te nach Vor­la­ge des Ent­wurfs der RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über prä­ven­ti­ve Restruk­tu­rie­rungs­rah­men, die zwei­te Chan­ce und Maß­nah­men zur Stei­ge­rung der Effi­zi­enz von Restrukturierungs‑, Insol­­venz- und Ent­schul­dungs­ver­fah­ren, hat das Insti­tut für Insol­­venz- und Sanie­rungs­recht gemein­sam mit der Düs­sel­dor­fer Ver­ei­ni­gung für Insol­­venz- und Sanie­rungs­recht e.V. eben die­sen Ent­wurf in einer beson­de­ren Ver­an­stal­tung einer inten­si­ven Betrach­tung unterzogen.

„Uns ging es dar­um, die Chan­cen und Sack­gas­sen des Richt­li­ni­en­ent­wurfs erleb­bar zu machen“, so Prof. Dr. Nico­la Preuß, die Geschäfts­füh­ren­de Direk­to­rin des Insti­tuts. „Dafür haben wir für jede der an einem sol­chen Ver­fah­ren betei­lig­te Inter­es­sen­grup­pe einen Exper­ten bzw. Exper­tin gewin­nen kön­nen. Das war uns wich­tig, um glaub­wür­dig und authen­tisch vor­tra­gen zu kön­nen“, so Rechts­an­walt Horst Pie­pen­burg (Pie­pen­burg Ger­ling), der in dem Plan­spiel den Unter­neh­mer mim­te. „Denn“, so Robert Bucha­lik (Bucha­lik Bröm­me­kamp), der Bera­ter in dem Stück, „nur wenn man den Ent­wurf der Richt­li­nie kon­kret bezo­gen auf die jewei­li­gen Inter­es­sen zu Ende denkt, gelangt man an die Sack­gas­sen und kann kon­kre­ten Ver­bes­se­rungs­be­darf herausarbeiten.“

Die wei­te­ren Rol­len wur­den besetzt durch Rechts­an­wäl­tin Agnes Bel­ke (Ader­hold), Rechtsanwältin/Wirtschaftsprüferin/ Steu­er­be­ra­te­rin Corin­ne Ren­­nert-Ber­­gen­­thal (ADK), RiAG Frank Poll­mä­cher, Rechts­an­walt Dr. Dirk And­res (And­res Part­ner), Dr. Utz Bröm­me­kamp (Bucha­lik Bröm­me­kamp) sowie Dr. Her­wart Huber (Deut­sche Bank) und Rechts­an­walt Prof. Dr. Jür­gen Wes­sing (Wes­sing & Part­ner). Die Mode­ra­ti­on des Abends erfolg­te durch Burk­hard Jung (hww).

Auch die rege Dis­kus­si­on der ca. 100 Gäs­te zeig­te, dass die Auf­ar­bei­tung der viel­fäl­ti­gen Fra­ge­stel­lun­gen aus dem Richt­li­ni­en­ent­wurf als Plan­spiel den Nerv der Zeit traf, so dass die Ver­an­stal­ter nun ent­schlos­sen sind, das Skript des Abends einer inter­es­sier­ten Öffent­lich­keit zur Ver­fü­gung zu stel­len. Über den Ver­öf­fent­li­chungs­weg wird noch zeit­nah infor­miert werden.
Das Dreh­buch des Plan­spiels ist das Ergeb­nis einer inten­si­ven Dis­kus­si­on und Erör­te­rung der anste­hen­den Pro­ble­ma­tik zwi­schen allen betei­lig­ten Akteu­ren und bezweckt pri­mär eine Sen­si­bi­li­sie­rung für prak­ti­sche Pro­ble­me. Der Text der jewei­li­gen Rol­le spie­gelt das Dis­kus­si­ons­er­geb­nis wider und nicht die per­sön­li­che Mei­nung des jewei­li­gen Akteurs.

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