• Uwe Frick wird neue kauf­män­ni­scher Leiter

Prenz­lau. 11. Dezem­ber 2015. Die Sanie­rung der Reserv GmbH nimmt wei­ter Fahrt auf und hat mit der Eröff­nung des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens durch das Amts­ge­richt Neu­rup­pin einen wei­te­ren Mei­len­stein erreicht. Mit dem Ver­fah­ren soll das über­re­gio­nal täti­ge Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men wett­be­werbs­fä­hig auf­ge­stellt wer­den. Die Eröff­nung des Ver­fah­rens in Eigen­ver­wal­tung beschließt das Gericht nur dann, wenn das Unter­neh­men rea­lis­ti­sche Chan­cen auf eine nach­hal­ti­ge Sanie­rung und ein Fort­füh­rung hat. Das Beson­de­re eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens ist, dass Geschäfts­füh­re­rin Kirs­tin Düzel den Restruk­tu­rie­rungs­pro­zess wei­ter eigen­stän­dig durch­füh­ren kann. Unter­stützt wird Düzel durch den Ber­li­ner Sanie­rungs­ex­per­ten Dr. Huber­tus Bar­tel­hei­mer von der Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp. Der Geschäfts­be­trieb läuft auch im eröff­ne­ten Ver­fah­ren unver­än­dert weiter.

„Unser vor­ran­gi­ges Ziel nach der Antrag­stel­lung Ende Sep­tem­ber war es, die Kun­den von unse­rem Sanie­rungs­weg zu über­zeu­gen und sie für die Zukunft zu gewin­nen. Das haben wir geschafft. Kun­den und Lie­fe­ran­ten ste­hen zum Unter­neh­men und trotz des Ver­fah­rens konn­ten wir den Auf­trags­be­stand wei­ter hal­ten“, zieht Dr. Bar­tel­hei­mer ein ers­tes Fazit. Zusam­men mit Kirs­tin Düzel und den Reserv-Mit­­ar­­bei­­tern hat Bar­tel­hei­mer ein 140-sei­­ti­­ges Sanie­rungs­kon­zept ent­wi­ckelt, das die Ent­schul­dung der Reserv regelt und Maß­nah­men zur Sanie­rung im gan­zen Unter­neh­men aufzeigt.

Das Zukunfts­kon­zept sieht in der Füh­rungs­eta­ge eini­ge Neue­run­gen vor. So hat Kirs­tin Düzel inzwi­schen die allei­ni­ge Geschäfts­füh­rung über­nom­men und zum Jah­res­an­fang wird mit Uwe Frick ein neu­er kauf­män­ni­scher Lei­ter sei­ne Tätig­keit in dem Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men auf­neh­men. Frick war zuvor Eigen­tü­mer des Auto­hau­ses Frick in Prenz­lau. Die geplan­te Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur soll deut­lich schlan­ker, die Pro­zes­se im Unter­neh­men opti­miert und die Geschäfts­füh­rung von ope­ra­ti­ven Tätig­kei­ten ent­las­tet wer­den. So will sich Reserv künf­tig mehr auf das Kern­ge­schäft der Gebäu­de­rei­ni­gung und der Objekt­pfle­ge, zu dem auch der Win­ter­dienst gehört, kon­zen­trie­ren. Neben dem kom­mu­na­len Kun­den, wie die Stadt Prenz­lau, sol­len deut­lich mehr gewerb­li­che Kun­den von den umfas­sen­den Dienst­leis­tun­gen der Reserv über­zeugt wer­den. Dem Sanie­rungs­kon­zept müs­sen nun die Gläu­bi­ger und das Gericht zustimmen.

„Der gewähl­te Weg in der Eigen­ver­wal­tung ist die bes­te Lösung für alle Betei­lig­ten. Das haben mir unse­re Lie­fe­ran­ten und Kun­den immer wie­der bestä­tigt“, erklärt Geschäfts­füh­re­rin Düzel, „ein gro­ßer Dank gilt beson­ders mei­nen Mit­ar­bei­tern, die der­zeit eine Dop­pel­be­las­tung tra­gen. Zunächst arbei­ten sie inten­siv an den Ver­än­de­run­gen mit und dann muss natür­lich die Tages­ar­beit ver­rich­tet wer­den. Es macht mich schon stolz, dass alle mit so viel Enga­ge­ment dabei sind.“

Seit 2012 ermög­licht das ESUG (Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men), ein Unter­neh­men auf Basis eines abge­stimm­ten Zukunfts­kon­zepts in Eigen­ver­wal­tung zu restruk­tu­rie­ren. Es han­delt sich dabei um ein moder­nes Sanie­rungs­ver­fah­ren, bei dem das Unter­neh­men erhal­ten wer­den soll. Die Geschäfts­füh­rung bleibt wei­ter im Amt und kann unter Auf­sicht eines Sach­wal­ters und des Gerich­tes die not­wen­di­gen Schrit­te ein­lei­ten. Als Sach­wal­ter hat das Amts­ge­richt Rechts­an­walt Chris­ti­an Graf Brock­dorff von der Kanz­lei BBL Bern­sau Brock­dorff & Part­ner aus Pots­dam bestellt.

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